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Weißwasser

SpieloLounge

Im Einkaufszentrum von Weißwasser in Sachsen wartet die kleine, aber feine SpieloLounge auf ihre Gäste. Im Januar 2014 umgebaut, bietet sie an neun Geldspielgeräten, zwei Internet-Terminals und einem Löwen-Dart Unterhaltung im Wohlfühlambiente.

 
 

 

Betrieben wird die SpieloLounge von der Wenzel Automaten GmbH, vertreten durch André Thomas, seit 2010 Geschäftsführer dort. Wenzel Automaten hat in den 25 Jahren seines Bestehens etwa 400 Gastroplätze ausgestattet und betreibt acht Spielstätten in Sachsen. Insgesamt beschäftigt Wenzel Automaten 30 Mitarbeiter, die SpieloLounge in Weißwasser wird von 2,5 Mitarbeitern betreut, "bei einer Sperrzeit von 23 bis 6 Uhr brauchen wir nicht mehr Personal", sagt André Thomas.

Einladende Atmosphäre

Die SpieloLounge wird bereits seit drei Jahren von Wenzel Automaten im Einkaufszentrum von Weißwasser/Oberlausitz, einer Kreisstadt im Nordosten Sachsens mit etwa 18.000 Einwohnern, betrieben. "Als wir die Spielstätte übernommen haben, war sie unrenoviert und im Stil von vor 20 Jahren eingerichtet. Da war uns klar: Hier müssen wir umbauen! Wir wollen ja mit der Zeit gehen", erklärt Thomas die Beweggründe für die Renovierung. Der außergewöhnliche Teppichboden mit den großen Spielkarten und den Jetons in Schwarz und Gelb ist das erste, was dem Gast auffällt. Mancher sei von dem Teppichboden dermaßen begeistert, so Thomas, dass er ihn am liebsten auch bei sich zuhause hätte. Besonders stolz ist Thomas auf die selbst gebaute beleuchtete Theke: "Die haben wir mit viel Liebe gemacht, damit unsere Gäste sich hier willkommen fühlen!" Er fährt fort: "Die Spielstätte scheint nach der Renovierung größer zu sein. Dabei stimmt das gar nicht: Durch geschickte Umgestaltungen wirkt der Raum nur so." Überhaupt möchte Thomas, dass sich seine Gäste in der SpieloLounge wohlfühlen und deshalb wiederkommen. Er habe nach dem Umbau nur positive Resonanz beäste eher abschreckend." Seiner Meinung nach ist jeder fünfte bis sechste Spielgast eine Frau.

Ins Internet getrieben

 Natürlich spielt die Prävention auch bei Wenzel Automaten eine große Rolle: "Wir wissen, dass einige Menschen mit unserem Angebot Probleme bekommen können. Deshalb sind wir bereit, einen Teil der Verantwortung zu übernehmen. Ein eigenes, wissenschaftlich begleitetes Spielerschutzkonzept wird seit 2012 in unseren Spielhallen in Mitteldeutschland etabliert. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden umfangreich qualifiziert und auf ihre neue, zusätzliche Herausforderung vorbereitet. Im engen Kontakt mit dem 'Diakonischen Werk Hoyerswerda kirchliche Stiftung bR Psychosoziale Suchtberatungs- und Behandlungsstelle' suchen wir nach Wegen, Menschen zu helfen, die durch übertriebenes Spiel ernste Probleme haben", so Thomas. Allerdings habe die Medaille auch eine zweite Seite: "Alle Branchenteilnehmer sollen von der Politik mürbe gemacht werden, Wenzel Automaten klagt seit drei Jahren gegen die Stadt Dresden wegen einer nicht erteilten Baugenehmigung - der Gast wird so doch ins ungeregelte Internet und ins illegale Hinterzimmer getrieben!" Thomas organisiert für kleinere Hersteller wie Amatic und psmtec hin und wieder Hausmessen im Dresdner Büro von Wenzel Automaten, damit diese Hersteller auch eine Plattform haben. "Damit die Spielgäste trotz der geplanten äußerst restriktiven Spielverordnung nicht in Internet und Hinterzimmer abwandern, hoffe ich auf die hohe Innovationskraft der Industrie", stellt André Thomas abschließend fest.

 

(Quelle: games & business August 2014)