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Herford

Spielo Center

An einem historischen Platz im ostwestfälischen Herford hat die Firma Ferdinand Brink Automaten eine Spielhalle eingerichtet, die durch Schlichtheit und Stil besticht. Dabei folgte das Unternehmen lediglich seinem Prinzip. "Wir richten uns nach den Örtlichkeiten", meint Unternehmer Wolfgang Brink.


Der Gänsemarkt liegt in der Fußgängerzone Herfords und ist umgeben von historischen Gebäuden. In einem davon ist das Spielo Center untergebracht. Es passt sich äußerlich sehr gut in die umgebenden Wohnhäuser und Geschäfte ein. "Wir richten uns bei der Außengestaltung immer nach den Gegebenheiten vor Ort. Da kännen die Spielstätten schon sehr unterschiedlich aussehen", erklärt Wolfgang Brink.

 


Außenwerbung entsorgt

In diesem Falle übernahm die Firma Ferdinand Brink Automaten vor einiger Zeit eine Spielstätte, die schon 15 Jahre bestand und viel Werbung an der Fassade angebracht hatte. Brink sprach mit dem Hausbesitzer, und man einigte sich darauf, „daß man das ganze alte Zeug wegwirft und die Fassade neu macht“, wie Brink klarstellt. So entstand die elegente und schlichte weiße Fassade, die sich hervorragend in das städtebauliche Ensemble des Gänsemarkts mit seinen liebevoll restaurierten Gebäuden einfügt. "Das Gebäude hat sogar ein Glockenspiel. Es fiel uns da leicht, auf jede Werbung zu verzichten", meint Wolfgang Brink. Mit diesem Prinzip fährt Brink Automaten übrigens gut. Auch an anderen Standorten verzichtet Brink auf Werbung. „In einer Halle in Bad Pyrmont haben wir sogar auf Werbung komplett verzichtet - und dort stieg der Umsatz sogar deutlich an", versichert Brink.

 


Immer unterschiedlich sein

"Wir gestalten unsere Spielstätten immer unterschiedlich", erklärt Brink. Das sieht man an einer weiteren Spielhalle von Brink Automaten in Herford, nur wenige Strassenzüge vom Gänsemarkt entfernt. Von außen ist die Spielstätte auffälliger gestaltet. Auch hier hat Brink Automaten das Prinzip umgesetzt, sich an die Umgebung anzupassen: Neben dieser Halle befinden sich 1-Euro-Shops und Handy-Geschäfte.

 


Kein Möbelgeschäft

Zurück zum Gänsemarkt. Im Inneren folgte Brink Automaten der Devise "Weniger ist mehr". Schlichte Eleganz bei der Einrichtung, zurückhaltende Dekoration an den Wänden. Der Grund liegt in der Unternehmensausrichtung: "Wir sind ja kein Möbelgeschäft oder eine Bilderhandlung. Bei uns wird am Automaten gespielt und fertig. Und genau das wollen unsere Kunden auch", ist Brink überzeugt. Konsequenterweise verzichtet Brink von jeher auf die Zusammenarbeit mit Inneneinrichtern. Das Spielo Center empfängt den Besucher mit warmem Licht aus Papier- Stehlampen. Der einfache graue Teppich wird durch bunte Segmente aufgefrischt. Einige Bambusimitate geben weitere Farbtupfer.

 


Premium-Spielplätze

Die Säulen mit Bruchsteinimitat haben dagegen eine edle Anmutung. Das passt gut zu den aufgestellten Geräten, die allesamt zu den Top-Produkten der großen Hersteller zählen. Vor den Geldspielern stehen auch beste Stühle. "Die Spielgäste mägen es eben bequem", meint die anwesende Servicekraft. Sie meint, sie habe schon in vielen Spielstätten gearbeitet, aber noch nicht in einer so geschmackvolleingerichteten. Geschmackvoll sind auch die zwei Internetplätze. Sie sind in kleine hälzerne Schreibtische verbaut. Sie sind zusammen mit dem Billiardtisch das erste, was Besucher nach dem Eintritt in die Spielstätte sehen.

 


Auch Kaffee kostet Geld

Getränke gibt es in den Spielstätten von Brink nicht umsonst - jede Tasse muss der Spielgast bezahlen. Dadurch erleidet Brink keine Umsatzeinbußen, wie er versichert. "Wer kein Geld über hat, um einen Kaffee zu bezahlen, der soll lieber spazieren gehen, als Automat zu spielen", erklärt Brink. Seine Erfahrungen mit ungewähnlichen Maßnahmen brachten Brink die Erkenntnis: "Wir richten uns nicht mehr nach den großen Ketten, wir machen unser Ding."


Quelle: games & business März 2015