Dachverband

Spiel-Stübchen

Rinteln

"Das ist meine Herzenssache"

Das Spiel-Stübchen liegt in der Nordstadt von Rinteln und wurde von ar-te ladenbau in einer ehemaligen Videothek komplett neu gebaut. Die 270 Quadratmeter umfassen neben der Spielstätte mit acht Geldspielgeräten auch eine Lounge mit 25 Sitzplätzen.



 
 
 

 

"Ich bin ein Unternehmerkind", erzählt Christian Pätzel, der fünf Spielhallen in Niedersachsen betreibt. Der 38-Jährige hat nach seiner Lehre bei Mercedes-Benz bereits mit 22 Jahren die erste Spielhalle gekauft. Sein Großvater gründete 1974 ein Speditions- und Transportunternehnen, das Christian Pätzel mit sechs Mitarbeitern ebenfalls verantwortet.

"Ein Unternehmen und Mitarbeiter zu führen sind mir sozusagen in die Wiege gelegt worden", führt er weiter aus. "Außerdem unterstützt mich meine Frau sehr bei meiner Arbeit und hat immer Verständnis für meinen recht stressigen Job", macht Pätzel klar. Die Werte, die ihm in der Familie vermittelt worden sind, trägt er in sein eigenes Unternehmen weiter: "Ich bin mit einem hohen Anspruch an mich selbst groß geworden." Diesen Anspruch hat er auch an seine Mitarbeiter und an seine Dienstleister.

Mit ar-te Top-Leute engagiert

Mit ar-te ladenbau verbindet ihn eine mehrjährige Geschäftsbeziehung. Bereits 2006 hat er mit ar-te-Geschäftsführer Johannes Schally die erste Spielhalle renoviert; das Objekt in Rinteln ist schon das vierte für Pätzel und ar-te ladenbau. "Ich fahre immer nach Wuppertal und habe überhaupt keine Vorstellung, wie das Objekt aussehen soll", sagt Christian Pätzel. "Ich lasse ar-te einfach machen, das hat bisher prima geklappt!"

Modern und zeitlos seien seine Hallen, ein besonderes Flair bescheinigen ihm seine Gäste. "Auch in Rinteln hat ar-te mal wieder den Nerv getroffen", ist Pätzel überzeugt. Da das Spiel-Stübchen in einem Mischgebiet liegt, sind nur acht Geldspielgeräte erlaubt. Die angrenzende "Lounge Relax" hat 25 Sitzplätze und drei Geldspielgeräte. "In Wuppertal sitzen auf jeden Fall die absoluten Spezialisten für das Renovieren von Spielhallen!"

22 Mitarbeiter arbeiten für Christian Pätzel in seinen fünf Spielstätten, die alle in Niedersachsen liegen. "Mir ist extrem wichtig, dass sich meine Mitarbeiter mit meinem Unternehmen identifizieren. Ein sachliches, ehrliches und vernünftiges Miteinander möchte ich mit meinen Mitarbeitern genauso umsetzen, wie ich es von meinen Mitarbeitern im Umgang mit den Gästen erwarte", erklärt Christian Pätzel. Gradlinigkeit hat für ihn Priorität, er stehe immer zu seinen Mitarbeitern, und die wüssten das auch. Nur so könne man langjährige Arbeitsbeziehungen aufbauen.

TR 5 vertreibt Spieler mit Anlauf

Als Unternehmer mit Leib und Seele fällt es ihm besonders schwer, dass die Branche zurzeit so stark reglementiert wird. "Die neue TR 5 drängt meiner Meinung nach unsere Gäste mit Anlauf ins Internet und zu den Spielbanken." Das gewerbliche Spiel muss seiner Ansicht nach aus diesem Grund attraktiv und interessant bleiben. "Wir sind doch alle erwachsen, haben Persönlichkeitsrechte und möchten nicht bevormundet werden. Doch was im Moment passiert, das ist, dass das Spiel an sich verteufelt wird."Als Unternehmer wolle er doch stolz auf sein Geschäft sein.

"Das Spielhallenbusiness ist mein Leben, meine Herzenssache. Ich hätte das sehr gerne an meine Kinder vererbt", fasst Christian Pätzel seine Sorgen zusammen. "Ich habe vier Kinder, von denen der älteste nun eine Lehre begonnen hat. Es macht mich wirklich traurig, dass ich nicht weiß, ob eines meiner Kinder mein Geschäft fortführen wird!" Aber solange man nicht wissen könne, in welche Richtung die Branche gehen wird, und ob sie sich überhaupt erholt, könne man nicht guten Gewissens daran denken, das Unternehmen an die nächste Generation weiterzugeben.

(Quelle: games & business, Februar 2019)