Dachverband

Großzimmern

X-Tip

Daniel Günderoth aus dem hessischen Lampertheim ist über ein Jahrzehnt im Geschäft mit den Sportwetten. Inzwischen hat er mit Wettshops in Hessen und Rheinland-Pfalz viel Erfahrung gesammelt. Die will er gerne mit anderen Unternehmern teilen.


Neue Richtung

Der X-Tip-Shop im südhessischen Großzimmern hat ab 11 Uhr morgens geöffnet. Bereits eine Viertelstunde später hat die Servicekraft gut zu tun. Zwei Wettkunden beugen sich diskutierendüber ihre Wettscheine, ein Dritter fragt am Tresen nach einem guten Tipp. Dort begrüsst eine freundliche und kompetente Servicekraft die Kunden. „Die Arbeit hier ist schon speziell, man muss sich zumindest ein wenig mit Sport auskennen“, betont die junge Frau. Shop-Besitzer Daniel Günderoth ist froh, eine gute Kraft gefunden zu haben: „Gute Mitarbeiter sind nicht immer leicht zu finden. Dabei sind sie für den Erfolg eines Wettshops bedeutsam.“

Zusammenarbeit gern gesehenGünderoth ist seit 11 Jahren im Sportwett-Geschäft. Heute arbeitet Günderoth mit X-Tip zusammen, unterhält sieben Wettshops und weitere einzeln stehende Wettterminals. Die Zusammenarbeit mit X-Tip und damit auch dem Haus Gauselmann bezeichnet Günderoth als partnerschaftlich: „Da gibt es überhaupt keine Berührungsängste seitens des Unternehmens. Die wissen nicht alles besser, sondern haben, gerade am Anfang, auch von meiner Praxiserfahrung

profitiert.“ Inzwischen ist die Zusammenarbeit mit X-Tip weit gediehen, Günderoth erhält gute Konditionen. „Die gebe ich auch gerne weiter. Ich suche immer seriöse Unternehmer, mit denen ich Partnerschaften bei Sportwettshops eingehen kann.“ Er will weiter expandieren, hält den Sportwettenmarkt weiterhin für einen Wachstumsmarkt.


Erfahrung zahlt sich aus

Erfahrung hält Günderoth für wichtig bei der Eröffnung von Wettshops. Es geht schon bei der Inneneinrichtung los. Die sieht häufig sehr spartanisch aus, aber der Teufel steckt im Detail. „Die Position der elektronischen Geräte, der Server und Receiver für die Fernsehübertragung muss gut überlegt sein“, erklärt Günderoth. Denn an diese Geräte muss wesentlich häufiger Hand angelegt werden als in Spielhallen oder der Gastronomie. Aber auch weniger auffällige Dinge wie der Winkel, in dem Wandpaneele am besten angebracht werden, sind von Bedeutung. Daher empfiehlt Günderoth, auf wettshop-erfahrene Handwerker zu setzen. Das spart am Ende sogar Kosten, da alles sofort passt und nichts im Nachhinein verändert werden muss. Das war auch bei dem Wettshop in Großzimmern der Fall.Dieser war zuvor eine Videothek. Umbau und Einrichtung der Räume war mit einem sehr niedrigen sechsstelligen Bertag möglich.


Zum Laufen bringen

Zunächst lief der Laden schlecht. „Ich weiß bis heute nicht genau warum, aber erst nach etwa einem halben Jahr stellte sich der Erfolg ein!“ Eine mögliche Erklärung ist ein großer Gewinn, den ein Kunde erzielte. „Es sprach sich schnell herum, dass X-Tip auch große Gewinne sofort und anstandslos auszahlt. Das ist ein wichtiges Plus“, meint Günderoth. Der Unternehmer verlässt sich aber nicht auf solche Zufälle und setzt auf Werbeaktionen. Bei der Eröffnung des Shops organisierte er einen mobilen Dönerverkäufer auf dem Parkplatz. Es gab Frei-Döner für alle – nicht nur für die Kunden des Wettshops. Im Sommer kommt ab und zu ein Eiswagen. Kontinuierlich sorgt der Wettshop bei seinen Kunden für Stimmung, indem ein Nebenraum bei besonderen Sportevents bestuhlt und das Spiel auf eine komplette Wand gebeamt wird. „Da kommen ganze Fussball-Mannschaften nach dem Training zum schauen“, beschreibt Günderoth die Stimmung.


Die Sportwette pushen

Günderoth ist Automatenunternehmer in dritter Generation und ist auch im Hessischen Münzautomaten-Verbanden und dem Fachverband Spielhallen aktiv. Er glaubt daran, dass sich Unternehmer gegenseitig helfen und unterstützen sollten: „Ich teile mein Wissen gerne, gebe Informationen weiter. Wer will, kann mich anrufen! Es ist mein Ziel, die Sportwette weiter zu pushen.“

(Quelle: games & business, Dezember 2015)