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Mannheim

Flip-Inn

Mitten in der Altstadt von Mannheim kann im Flip-Inn in zwei Konzessionen gespielt werden. Gleichzeitig stehen Gästen 10 Billardtische zur Verfügung. Die gelungene Kombination in einem gemütlichen und freundlichen Ambiente wird sehr geschätzt.

 
 
 


Das Gebäude, das die Alea-Spielhalle Flip-Inn und das Billard Café Bianco beherbergt, fällt schon rein äußerlich aus dem Rahmen: Seit 1980 befindet sich hinter der hübsch verzierten Fassade am Marktplatz von Mannheim direkt in der Altstadt eine Spielhalle, gegründet von Asta Reichardt. 1987 wurde im Flip-Inn das Billard Café Bianco eröffnet, das jahrelang Trainingsstätte des Billard Bianco Vereins Mannheim war. Dieser hat 1989 die Deutsche Meisterschaft ausgerichtet. Auf 10 Turniertischen kann heute im Billard Café die Kugel gestoßen werden. So findet der Gast auf drei Etagen im Flip-Inn zwei Konzessionen mit 24 Geldspielgeräten, hochwertige Billardtische und Loungebereiche. „Wir möchten natürlich, dass unsere Gäste sich bei uns wohlfühlen“, sagt Geschäftsführerin Christiane Möller. „Wir erwarten aber auch von unseren Gästen, dass sie sich an die Hausordnung halten.“

In sechs Sprachen direkt hinter dem Eingang im Erdgeschoss und im ersten Stock erwartet den Gast eine Hausordnung. Zutritt ins Flip-Inn haben Gäste erst ab 21 Jahren. „Wir merken einfach, dass diese Altersgruppe schon mehr Eigenverantwortung übernimmt und wir haben im Zweifelsfall viel weniger Diskussionen“, so Möller. Die Ausweise werden von jedem, der die Spielhalle betritt, kontrolliert. „Kein Ausweis, kein Zutritt“, sagt Christiane Möller.

Service-Mitarbeiter, keine Aufsicht

Die neun Mitarbeiter im Flip-Inn werden vom Unternehmen im Umgang mit den Gästen geschult. „Wir legen großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres, daher tragen wir Dienstkleidung. Unsere Mitarbeiter sind Service-Mitarbeiter und keine Hallenaufsichten“, stellt Christiane Möller klar. Die Mitarbeiter sind alle schon viele Jahre im Flip-Inn tätig,manche teilweise bereits seit 15 Jahren. „Wir sind ein kleines Team und müssen uns aufeinander verlassen können.“ Vorgelebt wird der Service von der Geschäftsführerin selbst. Die technisch versierte 62-Jährige packt auch einmal mit an, wenn es am Gerät ein Problem gibt. Umsichtig kümmert sie sich um jeden Gast, der die Halle betritt. Im Flip-Inn spielen Gäste jeden Alters. Etwa die Hälfte sind Stammkunden. Mindestens 40 Prozent seien Frauen, so Möller.

Wo geht die Reise hin?

Der Spielerschutz wird im Flip-Inn bereits seit Jahren großgeschrieben. „Wir haben schon oft mit der Suchtstelle in Mannheim zusammengearbeitet und uns beraten lassen, wie wir mit auffälligen Spielern am besten umgehen“, erklärt Christiane Möller. Wie es mit dem Flip-Inn weitergeht, weiß niemand so recht zu sagen. „Wir haben einen guten Ruf bei der Stadt und noch nie Probleme mit den Behörden gehabt“, so Möller. Der Härtefallantrag ist noch nicht beschieden. Christiane Möller wird im April 2019 das Unternehmen verlassen. Sie möchte ihre soziale Kompetenz dann ehrenamtlich einsetzen. Bis dahin ist sie weiter mit Leib und Seele für das Geschäft und die Gäste da.

(Quelle: games & business, Januar 2018)