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Glücksspielstaatsvertrag

Volksfest Dachau: Keine Lose für Kinder

Wegen einer Regelung aus dem Glücksspielstaatsvertrag können Kinder und Jugendliche auf dem Dachauer Volksfest keine Lose mehr erwerben.

Auf dem Dachauer Volksfest dürfen Kinder und Jugendliche ab sofort keine Lose mehr kaufen. Das berichtet der Bayerische Rundfunk (BR). Laut Stadt liegt das an der Regierung von Oberbayern, die den Loskauf als Glücksspiel einstuft und sich dabei auf einen Passus aus dem Glücksspielstaatsvertrag beruft. Ab einer Verkaufssumme von 40.000 Euro gelte eine Lotterie nicht mehr als eine "kleine Lotterie". Die Stadt Dachau, die den sogenannten "Glückshafen" betreibt, habe aber in den vergangenen beiden Jahren jeweils 74.000 Euro an Erlösen erzielt, berichtet der BR. Vermutlich sei sich die Stadt in der Vergangenheit dem BR zufolge der Regelung gar nicht bewusst gewesen.

Das Verbot hat zur Folge, dass Kinder und Jugendliche Lose nur noch ziehen dürfen, bezahlen muss aber ein volljähriger Begleiter. Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) kann das nicht nachvollziehen: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass von unserem Glückshafen schon mal ein Kind glücksspielsüchtig geworden ist", wird er vom BR zitiert. "Das ist mal wieder ein gutes Beispiel für den Regelungswahn in unserem Land", so Hartmann.

Das Dachauer Volksfest gehört zu den größten in Oberbayern und beginnt am kommenden Wochenende. Den Glückshafen gibt es dort bereits seit 1894.

Bild: © JFsPic – stock.adobe.com

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