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Berlin und Ostdeutschland

VA: "Wir müssen weiter kämpfen"

Auf ihrer Jahreshauptversammlung am 16. November wählten die Mitglieder des Verbands der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland (VA) ihren Vorstand einstimmig wieder. Die Lage in den sechs Bundesländern, die wichtige politische Arbeit des Verbands und das illegale Spiel waren Themen der Sitzung.

"Der Glücksspielstaatsvertrag ist nicht so gelungen, weil er in weiten Teilen inkohärent ist", erklärte RA Hendrik Meyer, VA-Justiziar, gleich zu Beginn der Versammlung. Die Hoffnung sei gewesen, dass die Qualität durch den Paragrafen 29, Absatz 4 in den einzelnen Bundesländern umgesetzt werde – was aber nur in einigen Bundesländern der Fall sei, so Meyer. Er berichtete, wie der Stand hierzu in den sechs ostdeutschen Bundesländern ist. "Wir müssen weiter kämpfen", lautete sein Fazit. Aufgeben, so der 1. Vorsitzende Thomas Breitkopf, sei keine Option: "Wir brauchen jeden Mann, um mit Politikern zu reden."

Die Länderreferenten der Deutschen Automatenwirtschaft für die ostdeutschen Bundesländer, Katrin Wegener und Dr. Johannes Weise, ergänzten die Berichte der einzelnen Vorstandsmitglieder zu den Ländern mit ihren Erfahrungen in der politischen Zusammenarbeit. Dabei ging es auch immer wieder um das illegale Spiel: "Das illegale Spiel findet statt", so Weise, "das sollten wir immer wieder kommunizieren, wenn es darum geht, das legale Spiel zu regulieren." Politische Arbeit sei das A und O: "Wir brauchen Unternehmer, die für Politiker ihre Spielhallen öffnen!", lautete der Appell von Breitkopf. "Binden Sie die Abgeordneten mehr in Ihr Tagesgeschäft ein." Immer wieder seien die Politiker überrascht von den Arbeitsabläufen in Spielhallen und dem umgesetzten Spieler- und Jugendschutz.

Breitkopf wies noch einmal auf die Wichtigkeit der Zertifizierung als Ausdruck von Qualität hin. Die Zertifizierung sei von der Branche gefordert worden und nun im GlüStV (§ 29, Absatz 4) verankert. "Auch wenn es im Moment noch keinen Zertifizierungsstandard von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) gibt, sollten Sie sich dringend mit dem Thema auseinandersetzen."

RA Stephan Burger, Justiziar des Bundesverbands Automatenunternehmer (BA), berichtete über den Stand des bundesweiten Sperrsystems OASIS und nannte wichtige Themen für 2022, denen sich der Bundesverband widmen werde – allen voran die Spielverordnung.

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Foto: Der alte Vorstand ist auch der neue (v.l.): Ben-Ari Chasklowicz (Mitglied des Vorstands), Andreas Wardemann (Schatzmeister), Thomas Breitkopf (1. Vorsitzender), RA Hendrik Meyer, Steffen Rehr (2. Vorsitzende) und Tobias Schneegans (Mitglied des Vorstands).

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