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Steffen Hanak

Unübersehbar

Die Automatenbranche muss ihr gesellschaftliches Image ändern, empfahl Prof. Jo Reichertz auf dem Branchengipfel. Erreicht werden soll das unter anderem dadurch, dass die Branche "sichtbar" wird.

In Mecklenburg-Vorpommern wird das längst umgesetzt. Dort zieht die Branche seit Monaten die Aufmerksamkeit tausender Menschen auf sich. Fast 11.000 waren es zuletzt. In dieser Ausgabe bilanziert Aufstellunternehmerin Anne Frederich die von ihr initiierte Online-Petition. Mit dieser digitalen Unterschriftensammlung hat sie ein halbes Jahr lang für den Erhalt von Spielhallen und damit für die Rettung von 600 Arbeitsplätzen in MV getrommelt. Grund: Die Schweriner Landesregierung hat dort Mindestabstände von 500 Metern zwischen Spielhallen untereinander sowie zwischen Spielhallen und Schulen jenseits der Primarstufe beschlossen. Der Garaus für zwei Drittel aller Hallen im Nordosten.

Das gewaltige Echo der Online-Petition zeigt, dass die Branche in Mecklenburg-Vorpommern weit über den eigenen Tellerrand hinaus sichtbar und kampagnenfähig ist.

Das notwendige Quorum von 6.700 Unterzeichnern aus MV hat die Petition bei weitem übererfüllt. Jetzt muss sich der Petitionsausschuss des Schweriner Landtags noch einmal mit diesem Thema befassen. Sichtbarer geht es kaum. Zudem gab es einen Tag, bevor die Landesregierung den für die Branche folgenschweren Entschluss fasste, noch eine Demonstration vor der Schweriner Staatskanzlei. Das ist sogar hartnäckig sichtbar. Das Ergebnis dieser Petition soll auch an die Medien gehen, um vor der Landtags- und Bundestagswahl am 26. September eine noch breitere Öffentlichkeit zu erreichen.

Viel mehr Präsenz – physisch und (multi-)medial – lässt sich nicht herstellen.

Steffen Hanak, stellv. Chefredakteur games & business

[email protected]

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