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Regulierung

Sportwetten: Lizenzvergabe in Sicht

Private Sportwetten-Anbieter sollen nach jahrelangem Hin und Her ab 2020 bundesweit gültige Lizenzen erhalten.

Die Bundesländer haben sich nach jahrelangem Streit auf eine Regulierung von Sportwetten geeinigt. Ab dem 1. Januar 2020 sollen private Anbieter eine bundesweit gültige Lizenz erhalten, sofern sie gewisse Mindeststandards erfüllen. So steht es in einem Entwurf zum Dritten Glücksspieländerungsstaatsvertrag, der der Welt am Sonntag vorliegt. Der Vertrag soll im Nachgang zur Ministerpräsidentenkonferenz am 21. März unterzeichnet werden.

Laut dem für die Vergabe der Lizenzen zuständigen Hessischen Innenministerium würden die Anbieter die gleichen Auflagen erfüllen müssen, die auch schon beim ersten Regelungsversuch 2011 galten, berichtet die Welt: keine Registrierung von Jugendlichen, Spieler dürfen nicht mehr als 1.000 Euro im Monat setzen, Verbot von Live-Wetten und Verweise auf Online-Casinos müssen von den Internetseiten der Sportwetten-Anbieter verschwinden.

Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV), der die Interessen der Anbieter vertritt, hält insbesondere das Verbot von Live-Wetten für antiquiert. "Heute lassen sich jederzeit, auch während des Spiels noch, Wetten platzieren", wird Luka Andric, Hauptgeschäftsführer des DSWV, in der Welt zitiert.

Bild: © Redpixel – stock.adobe.com

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