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Planungssicherheit

Sonderregeln für Kurzarbeit verlängert

Das Bundeskabinett hat den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld und die vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber für weitere drei Monate bis Ende 2021 verlängert.

Mit der Vierten Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung erhalten Arbeitgeber wieder mehr Planungssicherheit: Bis zum 31. Dezember 2021 werden die Erleichterungen beim Zugang zum Kurzarbeitergeld, die bisher auf Betriebe begrenzt waren, die die Kurzarbeit bis zum 30. September 2021 eingeführt haben, auf alle Betriebe unabhängig vom Zeitpunkt der Einführung der Kurzarbeit ausgeweitet und die volle Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Das meldet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zufolge sei eine volle Auslastung der Firmen noch nicht wieder erreicht. Viele Unternehmen seien weiter finanziell stark unter Druck und von Einschränkungen betroffen, besonders in der Unterhaltungsbranche, im Einzelhandel, in der Reise- und Tourismusbranche sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe.

Die Mehrkosten für die Verlängerung werden auf rund 1,2 Milliarden Euro beziffert. Laut jüngsten Informationen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hatten Unternehmen vom 1. bis einschließlich 25. August für 68.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Allein in diesem Jahr habe die BA bis Ende der Kalenderwoche 36 rund 18 Milliarden Euro für Kurzarbeit ausgegeben, wird ein BA-Sprecher in der Tagesschau zitiert. Davon seien rund 10,8 Milliarden Euro für Kurzarbeitergeld und rund 7,2 Milliarden Euro zur Erstattung der Sozialbeiträge geflossen. Derzeit wende die BA wöchentlich etwa 300 Millionen Euro für Kurzarbeit auf.

Bild: © Racamani – stock.adobe.com

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