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Schweiz: Netzsperren gegen Glücksspiel

In der Schweiz gehen die Behörden zum ersten Mal mit Netzsperren gegen Online-Glücksspielangebote vor.

Die Behörden in der Schweiz haben erste Netzsperren gegen Online-Glücksspielangebote verhängt. Über 100 Internetadressen haben die Eidgenössische Spielbankenkommission und die interkantonale Lotteriebehörde Comlot mit Verfügungen im Bundesblatt auf ihre Sperrlisten gesetzt, wie die Baseler Zeitung berichtet. Auf der Sperrliste sind auch bekannte Unternehmen wie Interwetten und bet-at-home.com zu finden.

Die Veröffentlichung der Liste verpflichtet die Schweizer Internetanbieter dazu, Zugriffe auf die betroffenen Websites zu blockieren und umzuleiten auf eine Warnseite, so die Baseler Zeitung. Die Warnmeldung weise darauf hin, dass eine Website Casino- oder Wettspiele anbiete, die in der Schweiz nicht bewilligt sind. Technisch sind die Netzsperren der Baseler Zeitung zufolge jedoch sehr einfach zu umgehen.

Das Schweizer Parlament hatte 2018 mit großer Mehrheit ein neues Geldspielgesetz verabschiedet. Es regelt unter anderem, dass künftig nur solche Online-Glücksspielangebote zulässig sind, die ihre Niederlassung in der Schweiz haben. Anbieter, die aus dem Ausland aus operieren, werden zu illegalen Wettbewerbern. Im Abstimmungskampf über das Geldspielgesetz waren die Netzsperren eines der umstrittensten Elemente.

Bild: © alexlmx – stock.adobe.com

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