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Zahlen für 2016

Jahresreport: Online-Glücksspiel wächst

Der Jahresreport 2016 der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder ist erschienen. Danach verzeichnete der nicht-regulierte Schwarzmarkt ein Plus von 288 Millionen Euro (+13 Prozent).

Der Ende März veröffentlichte endgültige Jahresreport 2016 der Glücksspielaufsichtsbehörden der Bundesländer beziffert den Glücksspielmarkt 2016 insgesamt auf 13.390 Millionen Euro Bruttospielerträge (BSE). Das meldet der Deutsche Spielbankenverband (DSbV) in einer Presseaussendung. Davon entfallen auf den regulierten Markt 10.832 Millionen Euro (81 Prozent). Der nicht-regulierte "Schwarzmarkt" erreicht dem Report zufolge 2.558 Millionen Euro (19 Prozent) – ein Plus von 288 Millionen Euro (+13 Prozent) gegenüber 2015. Die größten nicht-regulierten Marktanteile haben Online-Casinos mit 1.290 Millionen Euro BSE (50 Prozent) und private Sport- und Pferdewetten mit 844 Millionen Euro (33 Prozent).

"Das nicht-regulierte Glücksspiel wächst stetig. Es erreicht jährliche Wachstumsraten um die zehn Prozent. Diese Entwicklung erstaunt nicht, der Spieleinsatz ist nur einen Mausklick entfernt", kommentiert Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender DSbV (Foto).

Der Jahresreport führt 67 konzessionierte Spielbanken von 17 Spielbankgesellschaften auf: 500 Spieltische, ca. 8.300 Glücksspielautomaten. Laut Wulferding können diese Spielbanken 2016 mit 577 Millionen Euro Bruttospielerträge (BSE) und einem Marktanteil von 5,3 Prozent im regulierten Markt ihre Position verteidigen und ausbauen. Der Report vermerke zum zweiten Mal in Folge eine Zunahme der BSE um 21 Millionen Euro (+4 Prozent). Für Wulferding haben die Spielbanken nur einen vergleichsweisen kleinen Marktanteil, stehen dafür aber überproportional im Licht der Öffentlichkeit, wenn es um Spielkultur aber auch um problematisches Spielverhalten geht. Halten lasse sich ihr Marktanteil, wenn Markenpflege betrieben und Werte wie Zuverlässigkeit, Sicherheit, aber auch Tradition und Entertainment kultiviert würden, so Wulferding.

Für das gewerbliche Geldspiel sind im Jahresreport 2016 rund 182.000 Geldspielgeräte in Spielhallen und ca. 82.000 in Gaststätten aufgeführt. Der Report verzeichnet einen Rückgang der aufgestellten Geldspielgeräte um rund 3.000 gegenüber 2015. Die BSE sind mit 5.600 Millionen Euro angegeben.

Hier geht's zum 28-seitigen Jahresreport. Im Interview mit der Stuttgarter Zeitung warnt Wulferding vor einem Staatsversagen beim Online-Glücksspiel.

 

 

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