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Spielregulierungs-Kritik

Henzgen: "Bald mehr illegale Spielorte"

Scharfe Kritik an der Glücksspielregulierung in Deutschland übt Dr. Daniel Henzgen in einem aktuellen Interview in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Regulierungsdiskussion in Rheinland-Pfalz prophezeit Dr. Daniel Henzgen (Foto), Leiter Politik und Außenbeziehungen von Löwen Entertainment: "Wenn sich andere Bundesländer daran ein Beispiel nehmen, wird es bald nur noch viel mehr illegale Spielorte geben." Durch die Gesetzespläne der rheinland-pfälzischen Landesregierung drohe die Schließung von 300 der derzeit 550 Spielhallen im Land und der Verlust von 2.500 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen.

Kontraproduktive Regulierung gebe es aber auch in anderen Bundesländern, so Henzgen. In Berlin, wo die Branche ihren Gästen in Spielhallen "noch nicht einmal ein Glas Wasser" anbieten dürfe, mache Löwen Entertainment jetzt seine Spielhallen zu, kündigt er an. "Da lacht sich so manch einer in den Shisha-Bars kaputt."

Henzgen hält eine wirkungsvolle Regulierung des Glücksspiels insbesondere beim Spieler- und Jugendschutz für "essenziell". Sinnvoll seien hier aber qualitative Instrumente wie Spielersperrsystem, Kontrolle der Betreiberzuverlässigkeit und die Zusammenarbeit mit der Prävention. Nicht zielführend sind aus der Sicht von Henzgen moralischer Rigorismus und quantitative Konsumbeschränkungen. Damit sei das Spiel nicht in geregelte Bahnen zu lenken: "Wenn legale Spielhallen immer weiter zurückgedrängt werden, freut sich die organisierte Kriminalität."

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