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Wachsender Druck

Glücksspiel: Verbände fordern Reform

In einem Schreiben an die Ministerpräsidentenkonferenz fordern neun Wirtschaftsverbände eine Reform des Glücksspielstaatsvertrages.

Anlässlich der Ministerpräsidentenkonferenz in Hamburg appellieren neun Wirtschaftsverbände aus der Medien- und Werbebranche – darunter der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) – an die Politiker, den Glücksspielstaatsvertrag zu reformieren.

Auf seiner Homepage fasst der BVDW Inhalte dieses Schreibens zusammen: "Mit dem Mitte 2021 auslaufenden Glückspielstaatsvertrag ist es nicht gelungen, den Markt praxistauglich zu regulieren und zu befrieden. Das Gegenteil ist eingetreten: Ob und wie ein Glücksspielprodukt beworben werden kann, ist aktuell unklarer denn je. Der Markt ist daher mit erheblicher Rechtsunsicherheit behaftet, die aktuell insbesondere durch Maßnahmen gegenüber Medienanbietern, Werbung zu blockieren, weiter zunimmt."

BVDW-Geschäftsführer Marco Junk äußert: "Zum Schutz der Verbraucher ist es entscheidend, dass nur für legales und kontrolliertes Glücksspiel geworben wird. Mit einer Reform, die die aktuelle Rechtsunsicherheit beseitigt, können die Verbraucher zu den kontrollierten Plattformen geführt werden."

Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), fordert die Ministerpräsidenten auf, einen "zukunftstauglichen Rechtsrahmen zu schaffen, der den Bedürfnissen der Praxis Rechnung trägt".

Dabei sei es besonders wichtig, "dass Spielerinnen und Spieler mithilfe von angemessener Glücksspielwerbung aus dem Schwarzmarkt hin in den Bereich des legalen und kontrollierten Glücksspiels geführt werden". Nicht die Blockade von Werbeträgern, sondern einzig eine sachgerechte Werberegulierung werde die Kanalisierungswirkung in einen geschützten Markt nachhaltig sicherstellen.

Foto: Marco Junk

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