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Börsengang

Frankreich privatisiert Nationallotterie

Der französische Staat privatisiert seine Nationallotterie Française des Jeux (FdJ). Der Börsenstart ist für den 21. November geplant.

Der erste Schritt hin zur Privatisierung von Frankreichs Nationallotterie Française des Jeux (FdJ) wurde in dieser Woche getan. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, begann am 7. November die Zeichnungsfrist für die Anteilsscheine an dem Lotterieanbieter. Bei der Zeichnungsfrist handelt es sich um den Zeitrahmen, innerhalb dessen ein neu auf den Markt kommendes Wertpapier vor dem Börsengang zu einem festgelegten Preis gezeichnet werden kann. Bis zum 21. November, dem Tag der Börseneinführung, können die Anleger die Aktien so beziehen.

Die französische Staat senkt ihren Anteil an dem Unternehmen von 72 auf 20 Prozent, wie die FAZ ausführt. "In Zeiten niedriger Sparzinsen ist das für die Franzosen eine Gelegenheit, ihre Investitionen zu diversifizieren", wird der französische Finanzminister Bruno Le Maire zitiert.

Die Aktien sollen nach Angaben der FAZ zwischen 16,50 und 19,90 Euro je Anteilsschein kosten, was ungefähr den Erwartungen der Analysten entspreche. Das Unternehmen werde so mit 3,15 bis 3,8 Milliarden Euro bewertet. FdJ gilt unter Anlegern als sichere Investition, die sich etwa mit Versorgungsunternehmen vergleichen lässt, berichtet die FAZ. Zum einen würden die Franzosen in guten wie in schlechten Zeiten spielen. Zum anderen genieße die Gesellschaft das Monopol auf die Ziehung der Lottozahlen, auf verschiedene Rubbellose und die in Geschäften abgegebenen Sportwetten, außer auf Pferderennen.

Das Unternehmen FdJ verfügt über 30.000 Verkaufsstellen, oft in Bar-Tabak-Läden. 90 Prozent des Umsatzes von insgesamt 1,8 Milliarden Euro erzielt FdJ innerhalb seiner Monopolrechte. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Lotteriegesellschaft Wetteinsätze von 15,8 Milliarden Euro und schüttete Gewinne von 10,7 Milliarden Euro aus.

Bild: © pixarno – stock.adobe.com

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