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Bund-Länder-Beschluss

Dehoga: "Unverständlich und inakzeptabel"

Mit großer Enttäuschung und Kritik hat das Gastgewerbe auf die Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz reagiert.

"Es ist für unsere von der Krise besonders hart getroffene Branche nicht nur unbefriedigend, sondern unverständlich und inakzeptabel, dass die von uns geforderte Öffnungsstrategie für die Gesamtbranche wieder nicht vorgelegt wurde", erklärt Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga Bundesverband). Perspektiven für die Öffnung der Innengastronomie und für Hotels wurden auf die nächste Bund-Länder-Beratungsrunde am 22. März vertagt.

"Spätestens bei der nächsten Sitzung erwarten wir einen konkreten Fahrplan zur Öffnung unserer Betriebe - dies natürlich in Verantwortung für die Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter", fordert Zöllick. "Es ist Aufgabe der Politik, alles dafür zu tun, dass unsere Betriebe keinen Tag länger als gesundheitspolitisch geboten geschlossen bleiben", so Zöllick. Die Politik solle alle Möglichkeiten durch mehr Tempo und Professionalität beim Impfen, Testen und bei der digitalen Kontaktverfolgung ausschöpfen, um eine Öffnung der Hotels und Restaurants ab 29. März zu gewährleisten.

Für die Öffnung der Außengastronomie spricht sich der Dehoga mit Nachdruck bereits Mitte März aus. Laut aktuellem Beschluss vom 3. März ist die Öffnung der Außengastronomie in einem 4. Öffnungsschritt abhängig vom Infektionsgeschehen und unter Auflagen wie Selbsttests und Terminbuchung frühestens ab 22. März möglich.

Die Konzepte des Dehoga für einen verantwortungsvollen Neustart des Gastgewerbes lägen längst auf dem Tisch, so Zöllick: "Es geht nicht nur um das Gastgewerbe mit seinen 222.000 Unternehmen und 2,4 Millionen Beschäftigten, sondern auch um die Partner der Branche, die aufgrund der Schließung unserer Betriebe erhebliche Umsatzeinbußen erleiden und ebenso um ihre Existenz kämpfen."

Sollte das Gastgewerbe weiter geschlossen bleiben, damit andere Branchen geöffnet werden könnten, fordert der Verband eine signifikante Verbesserung der staatlichen Hilfen.

Foto: © Dehoga Bundesverband/Svea Pietschmann

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