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Austausch mit Politik

DAW: Klare Worte im Haus Ungarn

Staatssekretär Stephan Mayer forderte bei "Politik trifft Unterhaltung" am 16. Oktober im Haus Ungarn mehr Anerkennung für die Automatenbranche.

Mit einem neuen Glücksspielstaatsvertrag ab 2021 müssten für die Anbieter des legalen gewerblichen Spiels "stabile, kalkulierbare und verlässliche Bedingungen" geschaffen werden, betonte Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, bei "Politik trifft Unterhaltung" – einer Veranstaltungsreihe der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW). Schließlich suchten "zehn Millionen Mitbürger" in Deutschland Spielhallen auf. "Das Bedürfnis ist vorhanden", unterstrich Mayer. Deshalb müssten Aufstellunternehmer aber auch die Möglichkeit haben, ihrem gesetzlichen Auftrag, "diesen Spieltrieb zu kanalisieren", gerecht werden zu können.

Durch die gegenwärtigen Beschränkungen des legalen gewerblichen Spiels "greift das illegale Spiel immer stärker um sich", stellte Mayer jedoch fest. Er hob hervor, dass die Automatenbranche über die gesetzlichen Anforderungen hinaus – etwa durch Zertifizierungen von Spielhallen – die Qualität des Spielerschutzes steigere. Dabei lobte Mayer die Rolle des Bayerischen Automaten-Verbands, "der mit der Zertifizierung begonnen hat". Auch die jährlich gezahlten 2,5 Milliarden Steuern und Abgaben aus der Automatenbranche und deren Unterstützung ehrenamtlichen Engagements in der Gesellschaft verdienten "große Anerkennung".

Georg Stecker, DAW-Vorstandssprecher, betonte ebenfalls, dass die gegenwärtige Regulierung des Glücksspielmarktes nach quantitativen statt qualitativen Maßstäben "verfehlt" sei. "Mindestabstände zwischen Spielhallen sind im digitalen Zeitalter absurd!" Während legale Anbieter "gegängelt" würden, profitierten illegale Anbieter von einem fehlenden Vollzug. In Berlin etwa gebe es mittlerweile "2.500 scheingastronomische Cafécasinos ohne jeden Jugend- und Spielerschutz und weniger als 200 legale Spielhallen".

Einen ausführlichen Bericht über "Politik trifft Unterhaltung" im Haus Ungarn lesen Sie in der November-Ausgabe von games & business. Noch kein Abonnent? Alle Informationen zu einem Probe-Abo finden Sie hier.

Foto: Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär, traf mit seiner Rede den Nerv der Aufstellunternehmer. 

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