Dachverband

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Manfred Schlösser

Auf ein besseres Neues

Und jetzt leben wir seit fast einem Jahr mit Abstand, Masken und Infektionszahlen. Spaß macht das nicht, ist aber rein persönlich erträglich, misst man es an anderem Elend in der Welt.

Aber das dicke Ende kommt noch. Bald werden neben die Infektionszahlen die Zahlen der Insolvenzen, der Arbeitslosen und der enormen Staatsschulden treten. Dann wird es noch etwas ungemütlicher. Richten wir uns also darauf ein und versuchen wir unsere Unternehmen erfolgreich durch diese aufgewühlte See zu steuern. Jetzt kommt es der Automatenbranche zugute, dass sie immer hart am Wind segeln musste. Das macht flexibel und widerstandsfähig. Anderen Branchen hat es auf Rekordkurs brutal ein Bein gestellt. Messehallen sind seit Monaten leer und werden noch Monate leer bleiben. Fußballstadien ebenso, die Küchen der Groß-Caterer bleiben kalt, Skipisten sieht man so unberührt wie vor der Erfindung von Seilbahnen und Gondeln. Massiv getroffen hat es auch die Gastronomie. Hier steht zu befürchten, dass nach dem Lockdown einige Türen zu bleiben werden. Das ist schlimm für die Wirte, schlimm für die Unternehmer, die dort Spielgeräte aufstellen, schlimm auch für die Gesellschaft, die nach der Pandemie wieder Nähe, Geselligkeit und Entspannung brauchen wird.

Aber zu diesem Jahr können wir nicht sagen: Haken dran und Mund abputzen. Das winzige Übel namens Covid 19 wird uns noch einige Zeit begleiten. Ob uns die Maßnahmen der Politik gefallen oder nicht, ob wir sie für sinnvoll halten oder nicht, wir werden damit leben müssen. Auch hier muntert ein Blick in andere Länder Europas und der Welt etwas auf. Egal was noch kommen mag, ich bin mir sicher, dass die gestählte Automatenwirtschaft gut durch den Winter kommt. Streichen wir das "gut" und lassen den Satz so stehen. Andere Branchen dürfen da weitaus weniger Zuversicht haben.

Für Christen ist Weihnachten das Fest der großen Hoffnung. Dem schließe ich mich gerne an. Lassen Sie uns die kommenden Wochen zu Wochen der Hoffnung machen. Hoffen wir auf ein besseres 2021, auf ein baldiges Ende von Ansteckung und Einschränkungen. Hoffen wir darauf, dass all unsere Freundschaften und guten Bekanntschaften die Zeit überstehen, dass unsere Geschäftspartner und Mitarbeiter ohne Schaden daraus hervorgehen, dass wir die Herausforderung erfolgreich bestehen und uns bald wieder in den Arm nehmen können. Wir hätten diese Virus-Erfahrung nicht gebraucht, irgendwie werden wir aber vielleicht auch reicher durch sie - so hoffe ich.

Aber jetzt steht Weihnachten vor der Tür. Lassen Sie uns etwas ausruhen, etwas mehr Zeit für Familie und Freunde haben. Lassen Sie uns durchaus auch heiter und zuversichtlich werden, denn was getan werden musste, sollte getan sein - auch in diesen Zeiten. Wir von "games & business" sagen danke für Vertrauen und Offenheit, für Zusammenarbeit und Anregungen, für Lob und Kritik - gerne zahlen wir mit gleicher Münze zurück.

Frohe Weihnachten und alles Gute für ein Jahr 2021, das sicher besser wird als die Aussichten - darauf dürfen wir hoffen, daran müssen wir glauben. Und damit Sie auch 2021 die Früchte Ihrer Arbeit einfahren können - bleiben Sie gesund.

Manfred Schlösser, Verleger games & business
[email protected]

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