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Spielerschutz

DAW begrüßt bundesweites Sperrsystem

Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) begrüßt die Einrichtung eines bundesweiten, spielformübergreifenden Sperrsystems.

In Spielhallen und Gaststätten mit Geldspielgeräten müssen Spielgäste künftig kontrolliert und namentlich mit einer neuen, bundesweiten Sperrdatei abgeglichen werden. Diese deutschlandweite Regelung ist im Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag, der ab dem 1. Juli 2021 in Kraft treten soll, verankert. Dort heißt es unter Paragraph 8, Absatz 1: "Zum Schutz der Spieler und zur Bekämpfung der Glücksspielsucht wird ein zentrales, spielformübergreifendes Sperrsystem unterhalten." Und in Paragraph 8, Absatz 3, steht: "Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen, an denen gesperrte Spieler nicht teilnehmen dürfen, sind verpflichtet, spielwillige Personen durch Kontrolle eines amtlichen Ausweises oder eine vergleichbare Identitätskontrolle zu identifizieren und einen Abgleich mit der Sperrdatei durchzuführen."

Die DAW begrüßt die Einrichtung eines bundesweiten, spielformübergreifenden Sperrsystems. Dies sei ein wichtiger Beitrag für einen effektiven Jugend- und Spielerschutz, auch in der traditionellen Gastronomieaufstellung, sagte DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker (Foto) gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Es ist jedoch zu befürchten, dass es zu Ausweichbewegungen von den traditionellen Gastronomiebetrieben mit einem funktionierenden Jugend- und Spielerschutz in den Schwarzmarkt kommt. Es darf am Ende nicht wieder der Ehrliche der Dumme sein. Wir brauchen einen effektiven Vollzug gegen den Schwarzmarkt, damit Jugend- und Spielerschutz nicht zur Makulatur werden."

Stecker spielt damit auf die Nachlässigkeit des Staates gegenüber illegalen Automatenangeboten an, schreibt die FAZ. "Es geht um die aus dem Boden sprießenden Café-Casinos meist in größeren Städten – gastronomische Kleinbetriebe. Diese dürfen ohne Konzession nur noch bis zu zwei Spielautomaten aufstellen, wenn das Geld vor allem mit dem Verkauf von Kaffee verdient wird. In Wirklichkeit nutzen die Besitzer das gesetzliche Schlupfloch fürs Betreiben reiner Spielhallen mit viel mehr Geräten. Häufig sind selbst die Kaffeeautomaten am Tresen reine Attrappen", so die FAZ.

Bild: © DAW/Urban

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