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Grünstadt

Las Vegas

Am Beginn der Fußgängerzone im rheinland-pfälzischen Grünstadt liegt das Spielcasino „Las Vegas“. Mit freundlichem, kompetentem Service weiß das Familienunternehmen Giegrich Spiel- und Sportautomaten GmbH seine Gäste zu begeistern.

 
 


Die Giegrich Spiel- und Sportautomaten GmbH ist ein reines Familienunternehmen. Mitte der fünfziger Jahre gegründet, hat es sich 1992 in eine GmbH umgewandelt. „Mein Onkel begann in den fünfziger Jahren mit einem Süßwarengeschäft und hat sich durch das Automatenaufstellen in der Gastronomie ein zweites Standbein aufgebaut“, erklärt Wolfgang Beha, einer der Geschäftsführer. Schon früh ist er mit dem Onkel in die Betriebe mitgefahren und hat so Gefallen an dem Geschäft gefunden. „Aber erst habe ich meine Ausbildung als Hotelfachmann abgeschlossen“, erzählt er. „Mir hat das Geschäft mit den Automaten von Anfang an gefallen, auch wenn es immer schon Höhen und Tiefen gab.“ In den 80er und 90er Jahren habe sich die Familie dann mit Partnern zusammengeschlossen und Geräte an Spielhallen geliefert. „Vor etwa vier Jahren haben wir festgestellt, dass es in der Gastronomie einfach zu viel Mitbewerber gibt, deswegen haben wir dann auch Spielstätten gekauft und in Eigenregie betrieben.“

2012 wurde das „Black Jack“ in Wörrstadt bei Mainz eröffnet, etwas später kam das „Spiel-mit“ in Mainz und das „Las Vegas“ in Grünstadt dazu. 40 Gastroplätze betreibt Wolfgang Beha mit der Familie. „Wir legen großen Wert auf eine gute Beziehung zu unseren Wirten. Die Situation für die Gastro hat sich in Rheinland-Pfalz durch das neue Landesglücksspielgesetz verschärft, denn wir müssen ja die Automaten zu den Spielhallen-Sperrzeiten abschalten.“ An normalen Tagen sei dies auch kein Problem, so Beha, aber es gelten ja auch die Feiertagsregeln für die Gastro, „und das trifft uns wirklich hart, denn an den Feiertagen ist die Gastro traditionellerweise gut ausgelastet und nun müssen wir die Automaten ausgeschaltet lassen.“


Guter Service ist wichtig

Den Spielhallenstandort in der Fußgängerzone von Grünstadt gibt es bereits seit 10 Jahren, die Giegrich GmbH hat sie vor einem Jahr übernommen. „Erst einmal haben wir hier die Geräte modernisiert und mit den neuesten Spielepaketen ausgestattet“, berichtet Wolfgang Beha. Das Unternehmen setzt ganz auf den Service: „Wir wollen natürlich, dass sich unsere Gäste wohlfühlen. Also bieten wir Ihnen besondere Kaffeespezialitäten an, dazu gibt es Süßes oder Salziges.“ In Zukunft möchte das Familienunternehmen seine Spielstätten modernisieren. „Uns ist eine offene Gestaltung wichtig, in der sich die Gäste nicht eingeengt fühlen“, erklärt Beha.
Für das Familienunternehmen arbeiten 22 Mitarbeiter – in Voll-, Teilzeit und als Aushilfen. Das Las Vegas hat zwei Vollzeitkräfte und drei Aushilfen. „Die Chemie zwischen uns und unseren Mitarbeitern muss stimmen“, sagt Beha. „Unter den Kollegen soll es harmonisch zugehen, denn das färbt ja auch auf unsere Gäste ab. Wenn sich unsere Mitarbeiter wohlfühlen, tun dies auch die Gäste!“ In Rheinland-Pfalz dürfen die Erstschulungen online absolviert werden. „Unser Mitarbeiter bezahlen diese Online-Schulung erst selbst. Bleiben Sie nach der Probezeit bei uns, erstatten wir ihnen diese Kosten. Sechs Monate nach der Erstschulung erfolgt dann die große Schulung, die eine Präsenzschulung ist.“ Eigentlich, so Beha, sieht er seine Zukunft in Rheinland-Pfalz nicht schwarz, da die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) als direkt zuständige Behörde den Vollzug regelt – „und dies hilft natürlich, die Spreu vom Weizen zu
trennen“, ist er sich sicher. Trotzdem gebe es hin und wieder Unstimmigkeiten, weil nicht klar ist, wer für was zuständig ist, die ADD oder das Ordnungsamt. „Da gibt es noch Verbesserungsbedarf!“


Qualitätssicherung durch Schneider ServicePlus

Das Unternehmen nimmt am Schneider ServicePlus-Programm teil. Zum Programm gehören auch verdeckte Spielstättentests. Sogenannte Scouts über­prüfen die Leistung der Spielstätte nach vorgegebenen Kriterien und Qualitätsmerkmalen: Gesetze, Mitarbeiter, Ambiente und Sauberkeit. Bei hundertprozentiger Zielerfüllung der Kategorie „Gesetze“ bescheinigt Schneider, dass die geforderten Maßnahmen zur Umsetzung des Spieler- und Jugendschutzes eingehalten wurden. „So wissen wir genau, wo wir stehen“, sagt Wolfgang Beha. Er empfindet die jetzige Situation für Unternehmer als schwer: „Wir haben das Gefühl, dass wir als Unternehmer immer mehr Anforderungen erfüllen müssen. Der Mindestlohn wird nun wieder erhöht, ein Mal im Jahr prüft uns die ADD, die Vergnügungssteuern werden angehoben – nur unseren Spielpreis, den können wir nicht angleichen.“ Außerdem leiden die ehrlichen Aufsteller unter den Schwarzen Schafen. „Ich habe keine Probleme, die Mitbewerber, die sich nicht an die Regeln halten, beim Ordnungsamt anzuzeigen.“ Zu den Behörden habe das Unternehmen sehr gute Beziehungen, betont Wolfgang Beha. Die Stadt selbst ist froh, dass die Spielstätte eine sehr zurückhaltende Außengestaltung hat und sich damit hervorragend in die Fußgängerzone einpasst. Und doch sind Wolfgang Beha und sein Unternehmen auf der Suche nach Neugeschäft. „Wir können doch nicht den Kopf in den Sand stecken, es muss weitergehen! Wir inves­tieren bewusster als früher, das Geld sitzt nicht mehr ganz so locker.“ Das Familienunternehmen baut auf die Politik und ist immer gut informiert – die Mitgliedschaften im Automaten-Verband Rheinland-Pfalz und im Fachverband Spielhallen (FSH) sprechen da für sich.

(Quelle: games & business, November 2016)