Dachverband

Oestrich-Winkel

Spielhalle

Ventura Automaten besitzt Spielhallen an zehn Standorten in Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Qualität ist den Betreibern sehr wichtig, daher haben sie ihre Spielstätten vom TÜV InterCert Saar zertifizieren lassen.

 
 
 


Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern – in diesen Bundesländern betreibt die Ventura Automaten GmbH ihre Spielstätten. Die beiden Geschäftsführer Andreas Schröder und Gisbert Volkmer müssen sich somit in jedem Bundesland auf andere Gegebenheiten einstellen. „In Hessen haben wir unsere eigentliche Bezeichnung ,Spielarena‘ in ,Spielhalle‘ ändern müssen“, erzählt Andreas Schröder. In Langen haben sie die Sonne im Logo sogar durch einen Ball ersetzen müssen, da die Sonne ein Glückssymbol sei. „In Hessen wird uns das Leben schon schwer gemacht.“ Doch dieser Irrsinn hält Andreas Schröder nicht davon ab, uns von seinem Unternehmen zu berichten. „Im Januar 2003 haben wir die erste Halle eröffnet und mit der Zeit sind andere
dazugekommen.“ Der Gewinn wurde immer wieder in Neugeschäft investiert, so Andreas Schröder.

Einheitliches Erscheinungsbild

Wichtig für die beiden Geschäftsführer ist immer ein einheitliches Erscheinungsbild ihrer Spielhallen gewesen, innen und außen. „Der Gast soll erkennen, wo er sich befindet. Das Ambiente, die Beleuchtung – unsere Gäste sollen sich bei uns wohlfühlen“, sagt Andreas Schröder. Die Stammkundschaft ist auch in der Halle in Oestrich-Winkel entscheidend. Andere Hallen, wie die in Aschaffenburg am Hauptbahnhof, hätten auch Laufkundschaft. „Der Frauenanteil hat sich bei uns deutlich erhöht“, betont Andreas Schröder. „In Oestrich-Winkel gibt es Zeiten, da spielen in der Halle ausschließlich Frauen!“

Service ist das A und O

Bei den insgesamt 50 Mitarbeitern ist Freundlichkeit und Aufmerksamkeit für Andreas Schröder das Wichtigste; seine Mitarbeiter arbeiten alle in Vollzeit: „Der Kunde ist König; das sollte er zu jeder Zeit merken! Unsere Gäste pflegen wir, daher schulen wir unsere Mitarbeiter auch im Service.“

Auf Qualität setzen

Qualität ist Schröder und Volkmer wichtig, nicht nur bei den Mitarbeitern. Deshalb haben sie ihre Hallen vom TÜV InterCert Saar zertifizieren lassen. „Wir möchten auch nach außen transportieren, dass wir einen hohen Anspruch an uns und an die Qualität unserer Spielstätten haben. Die Zertifizierung ist schon arbeitsintensiv. Die Mitarbeiter sind sehr stolz, die Zertifizierung geschafft zu haben, denn es ist auch ihr Verdienst. Uns war gar nicht bewusst, wie umfangreich das Sozialkonzept ist – hier sind wir auch durch die Zertifizierung gut aufgeklärt worden.“ Allerdings hätte sich Andreas Schröder gewünscht, dass die Zertifizierung auf mehr Akzeptanz bei den Behörden trifft. „Bis auf Bayern, wo die Zertifizierung bei der Beantragung eines Härtefalls von Vorteil ist, lässt sie in den anderen Bundesländern die Behörden eher kalt“, kritisiert Schröder. Die Spielhalle in Oestrich-Winkel hat eine neue glücksspielrechtliche Erlaubnis für die nächsten fünf Jahre. In Rüsselsheim, knapp 40 Kilometer entfernt, hat die Halle von Schröder und Volkmer nur eine Duldung bis Ende 2017. Und in Kriftel, ebenfalls in Hessen und ebenfalls 40 Kilometer von Oestrich entfernt, gab es eine Genehmigung für 15 Jahre.

Blick in die Zukunft

„Auf der einen Seite sind wir hochzufrieden mit der Kommunikation mit den Kommunen“, so Andreas Schröder, „dass wir unsere Doppel-Achter-Konzessionen behalten konnten. Auf der anderen Seite machen wir uns natürlich auch Gedanken um die Zukunft.“ Schröder und Volkmer haben in Eigentum investiert und hätten bei Verlust bzw. Auslaufen der glücksspielrechtlichen Genehmigungen ihre Immobilien leer stehen. „Die aktuelle gesamte Situation in der Branche ist für uns nicht zufriedenstellend“, gibt Andreas Schröder zu.

(Quelle: games & business, September 2017)