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Bad Windsheim

Casino Central

Martin Kirchner betreibt unter dem Namen Casino Central zwei Spielstätten in Bayern. Unter dem Motto "Heut' geh'n wir ins Casino" bietet er seinen Gästen nicht nur Unterhaltung auf höchstem Niveau. Bei ihm soll sich der Gast rundum wohlfühlen.

 


Am Rande der Altstadt von Bad Windsheim in Mittelfranken gelegen, ist das Casino Central auf 800 Quadratmetern und mit vier Konzessionen in einem ehemaligen Lebensmittelmarkt untergebracht. Im November 2013 baute Martin Kirchner unter der Regie von ar-te ladenbau seine 2011 eröffnete Spielstätte um. Johannes Schally von ar-te ladenbau: "Eine Herausforderung war die Lage der vier Konzessionen: Sie gruppieren sich um einen zentralen Raum herum. Alles sah recht eintönig aus - und in der Mitte standen verwaist mehrere schwarze Klaviere." Einen solchen Flügel hat Martin Kirchner nach dem Umbau behalten - als Dekoration sozusagen. "Jana und Martin Kirchner sind absolute Ästheten", so Schally weiter, "sehr geschäftstüchtig und in höchstem Maße kundenorientiert. Dem haben wir durch unsere Gestaltung Rechnung getragen."


Rot zeigt Wertigkeit

ar-te ladenbau hat die vier Konzessionen um den großen inneren Bereich herum gestaltet - jede der Konzessionen wurde farblich anders ausgestattet. Als einheitliches Element hat Martin Kirchner einen unifarbenen, roten Teppichboden ausgewählt. "In meinen 30 Berufsjahren habe ich vielleicht noch einen Unternehmer erlebt, der sich für einen unifarbenen Teppich für seine Spielstätte entschieden hat. Die Pflege hierfür ist sehr aufwendig", stellt Schally fest. Dadurch, dass er bei Kirchners aber umsichtig gepflegt wird, sieht er noch aus wie am ersten Tag. "Das Ambiente und der Service", sagt Martin Kirchner, "sind das Wichtigste bei einer Spielstätte." Dazu zähle vor allem der erste Eindruck - und da steht für ihn die Sauberkeit an oberster Stelle. "Exklusiv und gemütlich, so muss es in meinen Spielstätten sein", fährt er fort. Jeder, ob Mann oder Frau, jung oder alt, solle sich bei ihm wohlfühlen. Die gesamte Atmosphäre darf auf keinen Fall zu kühl sein.


Rundum-Service für den Gast

Die 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bad Windsheim sind für den Service verantwortlich. "Bei uns soll es wie in der gehobenen Gastronomie ablaufen: Der Gast bekommt alles an seinen Platz gebracht", erklärt Martin Kirchner. Und damit meint er nicht nur kalte und warme Getränke. Mittags und abends serviert er seinen Gästen ein warmes Essen, das von einem Caterer gebracht wird. Hiermit hat er bereits in seiner ersten Casino-Central-Spielstätte in Simbach seit acht Jahren nur gute Erfahrungen gemacht: "Die Gäste schätzen das sehr, dass sie zum Essen nicht das Haus verlassen müssen. Ich habe die ganzen Jahre über in keiner Weise das Gefühl gehabt, dass das ausgenutzt wird." Dementsprechend groß ist in seinen Spielstätten die Anzahl der Stammkunden. Martin Kirchner ist sehr zufrieden mit der Unternehmensentwicklung.

Zum Service gehört für Kirchner aber noch mehr: Er lässt sein Personal regelmäßig in Serviceschulungen schulen, um den hohen Standard seines Gästeservices aufrecht zu erhalten. Natürlich haben seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch die vorgeschriebenen Präventionsschulungen besucht: "Wir achten sehr auf das Spielverhalten unserer Gäste. Ich möchte mein Geld unter keinen Umständen mit problematischen Spielern verdienen", sagt Martin Kirchner. Seiner Erfahrung nach sind solche Spieler aber bei ihm sehr selten anzutreffen.


Optimistisch in die Zukunft

Die Zukunft sieht Martin Kirchner trotz der rigiden Gesetzgebung optimistisch: "Man darf sich von der Gesetzgebung nicht von seinen Plänen abbringen lassen. Ich bin unternehmerisch so fit, dass ich auch nach 2017 eine Lösung finden werde. Trotz der unsicheren Gesetzeslage habe ich mich für den Umbau in Bad Windsheim entschieden, denn ich möchte ja Umsatz machen! Dann muss ich auch investieren. Und schließlich sind es ja noch ein paar Jahre bis 2017." Johannes Schally macht ähnliche Erfahrungen: "Die Spielhallenbesitzer investieren in ihre Spielstätten, auch wenn die Restriktionen jetzt und das Jahr 2017 sie eigentlich davon abhalten müssten." Es sei immer Zeit, um die Gunst seiner Gäste zu werben - mit gezieltem Kapitaleinsatz. "Nur wenn man seine Spielhalle auf Vordermann bringt, mit Leidenschaft, überwindet man das Negativimage der Branche", ist sich Schally sicher. Da kann Martin Kirchner nur zustimmen - er möchte 2014 ausbilden, um ein Zeichen zu setzen und jungen Menschen eine Chance zu geben.

Quelle: games & business Juli 2014