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Ingolstadt

Casinoble

Das Casinoble ist ein Beweis für die Möglichkeit, auf kleinem Raum eine attraktive und rentable Spielstätte zu betreiben. Seit vier Monaten ist sie geöffnet und bringt den beiden Inhabern, Dieter Vogt und Benno Fredel, Gäste und damit Umsatz.

 


Das Sprichwort „Jeder fängt einmal klein an“ dürfte jedem bekannt sein. In Ingolstadt haben Dieter Vogt und Benno Fredel, beide Inhaber und Geschäftsführer Casinoble, diesen Satz wörtlich genommen und eine kleine, schicke Spielstätte geschaffen: das Casinoble. Auf lediglich 98 Quadratmetern sind dort insgesamt acht moderne Multigambler aufgestellt, die „bewusst ausgewählt wurden, um der Spielstätte ein elegantes Flair zu verleihen“, so Fredel. Ergänzt wird das Unterhaltungsangebot durch Internet-/LAN-Terminals, Touch- und Flipper-Geräte. Mit seinem Geräteangebot will sich der Baden-Württemberger von den traditionellen und rustikalen Freizeiteinrichtungen abheben, die ausschließlich mit Geldspielern ausgestattet sind.


Bestmögliche Lage

Jedoch, und das gibt Benno Fredel zu, gehören die Geldgewinn-Spielgeräte zum Hauptumsatz des Casinobles. Aber nicht nur diese allein sorgen für Gäste. „Seit der Eröffnung Ende September läuft das Geschäft auch mit unseren Internet- und LAN-Terminals zufriedenstellend“, sagt der 31-Jährige. Demnach ist sein Konzept, bewusst eine kleine Spielstätte zu betreiben, Erfolg versprechend. „Dieser Erfolg hängt auch stark von unserem sehr attraktiven Standort ab“, erklärt der gelernte Elektroniker. „Unsere Freizeiteinrichtung liegt direkt an einer Haupt­verkehrsstraße und hat damit eine verkehrstechnisch gute Lage. Außerdem noch an der Grenze zu einem Wohngebiet. Dieses Mischgebiet ist als Standort optimal. Wäre nicht diese Lage gewesen, hätten wir wahrscheinlich nie eine Spielstätte eröffnet.“


Name ist Programm

Die Idee, eine Spielstätte zu betreiben, hatten beide, Dieter Vogt und Benno Fredel, zusammen. „Nach zähen Verhandlungen mit dem Vermieter der damaligen Lagerhalle und noch zäheren Verhandlungen mit dem zuständigen Bauamt kam Monate später die Genehmigung für die Spielstätte“, berichtet Fredel. Umgehend wurde dann Kontakt mit der Ideen-Fabrik, einem Spezialeinrichter für Spielstätten, aufgenommen. Diese erhielt den Auftrag, die komplett leere Halle vollständig auszubauen und einzurichten. In enger Zusammenarbeit mit Vogt und Fredel ist den Objekt-Designern eine auffällige Kombination gelungen. Das Wechselspiel zwischen Bodendesign, rohen Betonwänden und der Farbgestaltung der eingebauten Elemente ist modern, funktional und harmonisch zu gleich. Neben dem kompletten Ausbau des Casinobles haben die Westerheimer auch die Logo-Entwicklung, Fassadengestaltung und Außenwerbung ausgeführt. Dazu zählen auch Fenster, Leuchtkästen und die Fahnen.

Andreas Witzig, Projektleiter und auch Geschäftsführer der Ideen-Fabrik, fasst das Konzept der kleinen Spielstätte in Ingolstadt in zwei Sätzen zusammen: „Das Casinoble zeigt, dass auch eine Konzession mit lediglich acht Geldspielern sich in ein kleines Juwel verwandeln lässt. Hier ist der Name Programm: Casino und nobel.“


Mit Spaß zum Erfolg

Bei ihrem Marketing haben Vogt und Fredel allerdings keine Unterstützung nötig. Da Dieter Vogt selbst aus der Gastronomie kommt, weiß er, wie Gäste gebunden und Neukunden gewonnen werden können: „Die Kundenbindung erfolgt bei uns mithilfe von leckerem Kaffee, denn dies ist das Lieblingsgetränk der Gäste“, so die Beobachtung von Vogt. Wie Benno Fredel ergänzt, werden Neukunden des Casinobles überwiegend durch Mundpropaganda gewonnen. Die Geschäftsführer setzen lediglich Feuerzeuge als Werbemittel ein. Ein weiteres wichtiges Marketinginstrument ist für die beiden das Wechselgeld. „Eine erfolgreiche Spielstätte benötigt immer sehr viel Wechselgeld. Sowohl Münzen als auch Scheine“, sagt Fredel. „Allerdings muss auch der Betreiber­ Spaß an seiner Arbeit haben, sonst kann sich der Erfolg nicht einstellen“, fügt er an.

Der bisherige Erfolg des Casinoble sorgt dafür, dass Dieter Vogt und Benno Fredel keine Zukunftsängste haben. Auch nicht vor dem Sommerloch. „Wir haben derzeit keine großen Bedenken, weil das Casinoble zwar eine kleine, aber dennoch moderne Spielstätte mit einer recht guten Lage ist“, so Fredel abschließend.

(Quelle: games & business, Januar 2008)