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Landshut

Altstadtcasino

Das Altstadtcasino in Landshut verfolgt ein außergewöhnliches Konzept. Das angeschlossene Internetcafé zieht viele Gäste in die kleine Spielstätte. Dabei profitiert man auch von dem historischen Flair des Hauses.

 

Klein, aber fein - so könnte man das Altstadtcasino in Landshut wohl am besten beschreiben. Die Spielstätte befindet sich mitten im Zentrum der gut 60.000 Einwohner zählenden niederbayerischen Stadt. Mehr noch, sie ist ideal in das idyllische Stadtbild integriert. Und davon profitiert der Betreiber Tom Kolbeck ganz besonders: „Aufgrund der Innenstadtlage haben wir natürlich sehr viel Laufkundschaft“, erklärt er.

Die Laufkundschaft würde zu großen Teilen zunächst durch das Internetangebot der Spielstätte angesprochen. Schließlich ist der komplette vordere Teil des Altstadtcasinos ein reines Internetcafé. Hier befindet sich außer den fünf Terminals nur der Counter der Spielstätte. Kohlbeck: „Der Zuspruch unserer Gäste bezüglich des Internetangebots ist derart groß, dass wir jetzt planen, diesen Bereich noch zu vergrößern.“ Schließlich sei es in Stoßzeiten schon heute nahezu unmöglich, überhaupt noch einen freien Platz am Internet-Terminal zu finden. Drei bis vier weitere Plätze dürften hier also in den nächsten Monaten noch entstehen, kündigt der Unternehmer bereits heute an.


Außergewöhnliche Ideen 

Für sein Unternehmen, die Fürther Tom-Ko GmbH, ist das Altstadtcasino bereits die dritte Spielstätte hier in Landshut. Dabei setzt Tom Kolbeck stets auf ein besonderes Konzept: Ist es hier im Altstadtcasino die Kombination aus Internet und Geldgewinnspiel, kombiniert er an den beiden anderen Standorten einen Waschsalon beziehungsweise einen DVD-Verleih mit dem Automatenspiel. „Auch das kommt bei den Gästen super an“, erklärt er. Schließlich ließen sich so zum Beispiel Wartezeiten im Waschsalon „spielend“ überbrücken.

Mit diesen außergewöhnlichen Konzepten versuche er, sich hier in Landshut zu behaupten. Denn Konkurrenz gebe es reichlich: „Fast nebenan ist schon die nächste Spielstätte. Da ist eine gewisse Abgrenzung unerlässlich.“


Ins Stadtbild integriert 

Das war auch die Vorgabe an das Planungsbüro Plinske, das für den Innenausbau des Altstadtcasinos verantwortlich zeichnet. „Es sollte etwas ganz Besonderes werden“, erinnert sich Wolfgang Plinske, der Geschäftsführer des Unternehmens. Dabei galt es, die Spielstätte bestmöglich in das historische Altstadtgebäude zu integrieren. Um den einzigartigen Charakter der Räumlichkeiten zu erhalten, wurde sogar eine der Wände nicht verputzt oder verkleidet. So gibt sie heute noch den Blick auf das originale Mauerwerk des Hauses frei.

Zuspruch findet das Gesamtkonzept von Tom Kolbeck dabei von einem äußerst gemischten Publikum, wie er bereits gut drei Monate nach der Eröffnung feststellen kann. „Die Zusammensetzung der Gäste hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert“, erklärt er. „Das merken wir auch an den anderen Standorten. Vor allem weibliche Gäste kommen zunehmend in die Spielstätte.“ In erster Linie sei dies auf die neuen Gerätegenerationen zurückzuführen. So gibt es in der Spielstätte insgesamt neun Geldgewinn-Spielgeräte, wobei er ausnahmslos auf Multigamer vertraut.


Erfolgsfaktor Service

„Natürlich ist für den Erfolg des jeweiligen Standortes auch der Service am Kunden wichtig“, unterstreicht Kolbeck. „Die Kunden müssen gut versorgt sein und sich wohlfühlen - dann kommen sie auch wieder.“ Aus diesem Grund seien die Getränke im Altstadtcasino natürlich umsonst. Außerdem gebe es hier noch kleinere Snacks für die Gäste, wie zum Beispiel Süßigkeiten. „In anderen Spielstätten haben wir auch verschiedene Aufbackwaren, die wir den Spielgästen anbieten können. Wenn die Gäste ein paar Stunden sitzen, dann bekommen sie Hunger.“ Beliebt seien auch einfache Speisen wie Wiener Würstchen, weiß Kolbeck aus eigener Erfahrung zu berichten.

Um den Service noch weiter zu verbessern, kann sich der Unternehmer künftig auch Schulungen für seine drei Servicekräfte des Altstadtcasinos vorstellen. Kolbeck: „Bei den großen Filialisten ist das längst gang und gäbe.“ Als kleines Unternehmen verfüge man zwar nicht über ein eigenes Schulungszentrum, dennoch gebe es bereits einige interessante Angebote am Markt.

Tom Kolbeck ist bereits seit 18 Jahren in der Branche und ist nach eigener Aussage „einfach so reingerutscht ins Business.“ Denn ursprünglich war der gelernte Elektroniker mit der Restauration alter Musikboxen beschäftigt. „Da hat sich das irgendwann einfach so ergeben“, erinnert er sich. Im Altstadtcasino zeugt noch eine echte Wurlitzer Musikbox von seiner ehemaligen Tätigkeit. „Sie ist mit ihren wechselnden Farben aber eigentlich nur als Blickfang gedacht.“ Musik gebe es hier zwar schon, doch komme diese ganz dezent aus den Lautsprechern, um die Spielgäste nicht zu stören.

(Quelle: games & business, Juni 2009)