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Umkirch

Grand Casino Princess

Im Gewerbegebiet von Umkirch, einer Gemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg, eröffnete Hayrettin Günes im Juni 2012 das Grand Casino Princess. Vor allem das Ambiente macht die Spielstätte zu einem Anziehungspunkt für weibliche Spieler.

 
 


Hayrettin Günes ist seit 2004 in der Branche tätig. Der Ursprung des Familienunternehmens war ein Gemüseladen, mit dem sich die Eltern vor 30 Jahren in Breisach selbständig machten. Später übernahmen sie ein Restaurant, ehe sie in Spielstätten eine Marktlücke entdeckten. Heute betreibt die Familie nicht nur ein Restaurant und ein Bistro in Breisach und ein Hotel in der Türkei, sondern über die Grand Casino GmbH insgesamt neun Spielstätten in Breisach, Ihringen, Emmendingen, Mahlberg und Endingen. Neun Spielstätten in Umkirch, Kehl und Oberkirch laufen unter der Regie eines weiteren Familienunternehmens, der Grand Casino Group, dessen Inhaber Hayrettin Günes ist.

 

Farbe gegen das schlechte Image

„Das Image der Spielhallen ist zurzeit nicht gut, man spricht leider von Spielhöllen,“ so Günes, „das wollte ich durch ein besonders schönes Ambiente umgehen.“ Wo heute das Grand Casino Princess ist, war vor dem Umbau eine 20 Jahre alte Spielstätte. Günes beauftragte ar-te Ladenbau mit dem Umbau und der Neugestaltung, was auch die Außenfassade miteinbezog. Sogar der Bürgermeister von Umkirch, Walter Laub, und Mitglieder des Gemeinderats waren im Juni 2012 zur Einweihung mit dabei. „Wir tun alles, damit sich unsere Kunden bei uns wohl fühlen. Das fängt bei der warmen, angenehmen Farbgebung an und hört bei Getränken und Snacks für unsere Kunden noch nicht auf!“ Das hat auch zur Folge, dass sich die Zielgruppe gewandelt hat: „Früher sind Frauen ganz selten in Spielstätten gegangen, das hat sich klar geändert. Hier im Grand Casino Princess sind Frauen unsere Hauptzielgruppe.“ Und dass sich die Gäste wohlfühlen, merkt Hayrettin Günes an der positiven Resonanz.

Insgesamt arbeiten in allen drei Konzesionen 10 Mitarbeiter, davon zwei als Security. Die Spielstätte befindet sich im Gewerbegebiet von Umkirch, neben einem großen Sportzentrum. „Das Gebiet ist riesig, bei uns hat man keine Probleme, einen Parkplatz zu finden“, so Günes. Was sicher auch wieder ein Argument dafür ist, dass Frauen gerne hierher kommen. Geöffnet ist von 6 bis 24 Uhr.



Spielerschutz und Sozialkonzept

„Wir machen eine Menge für den Spieler- und Jugendschutz: Im Moment wird ein Sozialkonzept entwickelt vom AGJ – Fachverband für Prävention und Rehabilitation, Freiburg. In jeder Spielstätte wird es ab Mitte März einen so genannten Spieler-Infostand geben, an dem Flyer ausliegen und an dem es einen Spieler-Selbsttest geben wird, den Merkur Spiel-Check“, erklärt Günes. Dort können Fragen beantwortet werden, wie „Ich setze mehr Geld ein, als ich mir eigentlich leisten kann.“, „Ich nehme mir immer wieder vor, weniger zu spielen, aber es funktioniert nicht.“ oder „Ich versuche ständig, verlorenes Geld durch neues Spielen zurückzugewinnen.“ Werden mehrere Aussagen von Kunden mit Ja bestätigt, kann zum Schluss die Postleitzahl eingegeben werden und man erhält Beratungsstellen in seiner Nähe. Günes macht klar, dass diese Maßnahmen vom Gesetzgeber gefordert werden, sie aber auch gerade für das Image von Spielstätten enorm wichtig sind. Trotzdem sieht er die Zukunft nicht gerade rosig. Er fragt sich, was wohl als nächstes kommt und mit welchen Einschränkungen er als Unternehmer rechnen muss.

(Quelle: games & business, März 2013)