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Singen

Elenore

Mit dem Elenore hat in Singen die wahrscheinlich erste reine Frauen-Spielstätte eröffnet. Dabei setzen die Betreiber auf ein freundliches Ambiente und hochwertiges Mobiliar. Eingangskontrollen sollen außerdem unerwünschte Gäste fernhalten.

 


Frank Mattes, geschäftsführender Gesellschafter der Willy Mattes GmbH, ist bereits seit über 20 Jahren in der Automatenbranche tätig. Damals übernahm er den heute 52 Jahre alten Betrieb seines Vaters. Zu dem Unternehmen gehören zahlreiche namhafte Spielstätten wie zum Beispiel die Marke „Spielodrom“, die es alleine im Gebiet um den Bodensee acht Mal gibt.


Einzigartiges Konzept

Am 4. August 2008 eröffnete Frank Mattes in Singen unter dem Markennamen Elenore nun eine weitere Spielstätte. Das alleine wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn es sich dabei nicht um die wahrscheinlich einzige reine Frauen-Spielstätte in Deutschland handeln würde. „Das Konzept ist einzigartig“, erklärt Frank Mattes sichtlich stolz auf seine Idee. „Bereits seit einiger Zeit haben wir festgestellt, dass mittlerweile 50 bis 60 Prozent unseres Publikums weiblich sind“, erklärt der 47-Jährige. Dabei hätte er nicht nur ein anderes Spielverhalten bei den Damen festgestellt, sie stellten auch andere Anforderungen an die Spielstätte selbst. Und dem müsse man als Unternehmer Rechnung tragen, wenn man sie als Kunden nicht verlieren möchte.


Kontrollen bieten Sicherheit

In erster Linie spiele für Frauen natürlich das Thema Sicherheit eine sehr große Rolle. Wo Geld im Spiel ist, kann gerade in den Abendstunden die Anwesenheit manch eines Mannes für Unbehagen bei den weiblichen Gästen sorgen. Mattes: „Deshalb gibt es im Elenore eine Türklingel - ohne sie zu betätigen, gelangt niemand in die Spielstätte.“ Per Kamera sieht das Spielstättenpersonal auf einen Blick, wer sich gerade vor der Tür befindet und kann dann aus der Ferne die Tür öffnen. Dabei sei der Zutritt auch für Männer im „Elenore“ nicht völlig ausgeschlossen - es finde lediglich eine Selektion des Publikums am Eingang statt. Schließlich gebe es auch zahlreiche Paare, die gemeinsam in die Spielstätte gehen möchten.


Mix aus Casino und Lounge

Das Elenore liegt mitten in der Fußgängerzone Singens in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und bietet auf rund 220 Quadratmetern 16 Geldgewinn-Spielgeräte und zwei Internet-Terminals verteilt auf zwei Räume. Hier setzt Frank Mattes auf äußerst hochwertige Materialien und zahlreiche Kunstpflanzen, die das Ambiente im Elenore bestimmen. „Der Trend geht ganz klar hin zu einer Mischung aus Casino- und Lounge-Flair“, erklärt Frank Mattes. „Das haben wir im Elenore erreicht.“

Das gepflegte und freundliche Ambiente setzt sich auch im Lichtmanagement der Spielstätte fort. Dabei vertraut der Unternehmer auf indirekte Lichtquellen und zahlreiche Spiegel, die das Elenore in Singen noch weitläufiger erscheinen lassen.

Im großen Spielbereich mit einer Konzession, in dem sich auch der Counter befindet, laden überall kleine Sitzecken zum Verweilen ein. Aber auch im abgetrennten Raucherraum, in dem sich die restlichen vier Geldgewinn-Spielgeräte befinden, gibt es eine gemütliche Sofaecke. Hier können die Gäste der Spielstätte ihre Spielpausen verbringen oder sich in geselliger Runde unterhalten.


Kühlschränke erhöhen Verweildauer

Damit sich die weiblichen Spielgäste im Elenore noch woh­ler fühlen, hat sich Frank Mattes etwas ganz Besonderes für sie einfallen lassen: „An der Garderobe gibt es einige abschließbare Fächer für die Handtaschen. Daneben finden sie für ihre Einkäufe sogar zwei abschließbare Kühlschränke.“ Das sieht der gelernte Diplomkaufmann als Service am Kunden. Denn die Damen können ganz einfach entspannter spielen, wenn sie mit ihren Gedanken nicht ständig beim verderblichen Einkauf oder dem Geld in ihrer Handtasche sind. Auch das erhöht schließlich die Verweildauer der Gäste in der Frauen-Spielstätte.

Frank Mattes ist von seinem Konzept so sehr überzeugt, dass er in naher Zukunft unter dem Namen Elenore noch weitere Frauen-Spielstätten eröffnen möchte. Und auch diese werden sich vom Singener Modell nur wenig unterscheiden und versuchen, die Bedürfnisse der weiblichen Spielgäste in den Mittelpunkt zu stellen. „Solche Spartenangebote sehe ich langfristig als einzige Chance für mittelständische Unternehmen, sich gegen die übermächtige Konkurrenz der großen Filialisten zu behaupten.“ Und Qualität setzt sich bekanntlich durch.

(Quelle: games & business, August 2008)