Dachverband

Anzeige


FSH

Zweifel an Lockdown-Ende

Auf der virtuellen Mitgliederversammlung des FSH äußerte Vorsitzender Frank Waldeck (Foto) Zweifel an einem Ende des Lockdowns zum 1. Dezember. In der Diskussion um das Online-Spiel wurde "Waffengleichheit" gefordert.

Frank Waldeck glaubt nicht, dass der Lockdown zum 1. Dezember zu Ende sein wird und Spielhallen wieder öffnen können. Mit Blick auf die Pandemie-Entwicklung "fehlt mir dafür die Fantasie", meinte der Vorsitzende des Fachverbands Spielhallen (FSH) auf der virtuellen Mitgliedersammlung des Verbandes, an der über 70 Mitglieder teilnahmen. Gleichzeitig zeigte er sich davon überzeugt, dass bei einer Fortsetzung des Lockdowns auch die Wirtschaftshilfen weitergehen werden. Das sei auch mit Blick auf die Gastronomie "enorm wichtig".

Glücksspielstaatsvertrag und Online-Gaming waren die weiteren bestimmenden Diskussionspunkte der FSH-Sitzung. Dabei wurden unter anderem auch Zweifel laut, ob die parlamentarischen Verfahren zur Umsetzung des Staatsvertrages in Landesgesetze in allen Bundesländern tatsächlich bis zum 30. Juni 2021 abgeschlossen sind. Coronabedingt liege da nämlich derzeit "sehr viel auf Eis".

Scharfe Kritik an der Übergangsregelung für das Online-Gaming seit dem 15. Oktober übte Sitzungsgast Dr. Tobias Hayer. "Online-Gaming-Anbieter werden für vorher illegales Verhalten mit einer Duldung belohnt", fuhr der Suchtforscher aus Bremen großes Geschütz auf. Frank Waldeck zeigte sich "massiv irritiert" über die Tatsache, dass "Beamte und nicht Parlamente hier quasi gesetzgeberisch tätig werden". Das hätte er aus staatsbürgerlicher Sicht anders in Erinnerung. Für das Wettbewerbsverhältnis zum Online-Gaming forderte Waldeck "Waffengleichheit zwischen Online- und terrestrischem Spiel bei Regeln und Spielinhalten". Da liege noch viel im Argen und werde auch die Verbände sehr beschäftigen, deren Zusammenarbeit er ausdrücklich lobte: "Corona hat uns noch mehr zusammengeschweißt."

Lesen Sie die ausführliche Berichterstattung über die FSH-Sitzung in der Dezember-Ausgabe von games & business. Noch kein Abonnent? Hier geht's zum Probe-Abo.

Zurück


Anzeige