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Zahlungsdienstleister

Wirecard: Zwielichtige Geschäfte

Im Zuge der Aufklärung des Wirecard-Skandals rücken nun immer mehr die Geschäfte des insolventen Zahlungsdienstleisters auch mit Online-Casinos in den Fokus der Öffentlichkeit.

Der Fall Wirecard gilt schon jetzt als einer der größten Skandale der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Gefühlt stündlich werden neue Details zu Tage gefördert, die das Ausmaß des mutmaßlichen Betrugs und das Versagen von staatlichen wie privaten Prüf- und Aufsichts-Akteuren sowie Finanzjournalisten – mit Ausnahme der Financial Times – dokumentieren. In diesem Rahmen richtet sich das Schlaglicht auch auf die vom Zahlungsdienstleister unternommenen Finanztransaktionen im Zusammenhang mit Online-Glücksspielen, eines seiner ersten Geschäftsfelder.

Der insolvente Dienstleister soll angeblich Glücksspieltransaktionen falsch verschlüsselt haben, um Banken, die sich aus Compliance-Gründen gegen Glücksspieltransaktionen sträuben, zu täuschen und so letztlich doch Genehmigungen für die Zahlungen zu erwirken. Das berichtet der Dow Jones-Newsletter.

Für den Präsidenten des Deutschen Online Casinoverbands, Dr. Dirk Quermann, gehören seriöse Online-Glücksspielunternehmen in der Causa Wirecard auch zu den Opfern. "Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist insgesamt ein hochkomplexes Geschäft, an dem zahlreiche Dienstleister beteiligt sind. Dass einer dieser Dienstleister ein 'krummer Hund' ist, kann ein einzelner Händler – in unserer Branche der einzelne Online-Glücksspielanbieter – gar nicht im Blick haben, geschweige denn kontrollieren."

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Bild: © laplateresca – stock.adobe.com

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