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Hochwasserkatastrophe

"Wie im Kriegsgebiet"

Von erschütternden Zuständen berichtet Automatenunternehmer Wolfgang Pütz aus Bad Neuenahr, wo die Fluten zugeschlagen haben.

"Ich bin kein Opfer", sagt Wolfgang Pütz vorneweg. "Mir ist nichts passiert. Und der Rest ist versichert." Dennoch ist Pütz völlig geschockt von den Eindrücken, mit denen er aus Bad Neuenahr zurückgekommen ist, wo er zwei seiner Betriebe in völlig zerstörtem Zustand vorgefunden hat (Foto). Pütz ist tief betroffen vom Schicksal, das die Menschen in den Hochwassergebieten getroffen hat. "So stelle ich mir ein Kriegsgebiet vor. Anders kann ich das nicht sagen", ist Pütz angesichts der Opfer und Schäden erschüttert. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs sowas noch mal sehen muss. Aber das ist eine andere Dimension."

Im Vergleich dazu sei das, was ihn betroffen habe, "marginal", zeige aber die Wucht der Naturgewalten. Zwei Spielhallen seien "völlig zerstört und leer". Das Wasser hat Automaten und Einrichtung einfach auf die Straße gespült. Die Flut sei so schnell gekommen, dass Spielgäste fluchtartig die Spielhalle verlassen mussten. Eine Angestellte rettete sich durch einen Sprung aus dem Fenster im ersten Stock, wie er berichtet.

Inzwischen erreichen uns immer mehr Informationen aus den Katastrophengebieten und von im Moment aktuellen Bedrohungslagen. Die Schulungseinrichtung origo aus Erftstadt befürchtet, dass dort Talsperre und Kiezwerk brechen und das origo-Gebäude überflutet wird. Sie sind bereits evakuiert und MitarbeiterInnen sollen schon jetzt schwer betroffen sein.

Die Flutkatastrophe in Deutschland ist schon jetzt eines der verheerendsten Hochwasser in der Geschichte der Bundesrepublik mit der bislang bekannten Anzahl an Todesopfern und Sachschäden.

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