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Kriminalstatistik 2020

Weniger Diebstähle und Raubüberfälle

Die alljährlich erscheinende Polizeiliche Kriminalstatistik wurde vor kurzem veröffentlicht. Sowohl die Zahlen der Diebstähle von/aus Automaten als auch der Raubüberfälle auf Spielhallen waren 2020 rückläufig.

Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat (BMI), Horst Seehofer, der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Thomas Strobl (Innenminister Baden-Württemberg), sowie der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, haben kürzlich die alljährlich erscheinende Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) veröffentlicht.

Die wichtigsten Einzeldaten der PKS 2020, insbesondere für die Automatenwirtschaft, fasst der Verband der Deutschen Automatenindustrie (VDAI) zusammen:

• 2020 wurden insgesamt 5.310.621 Straftaten registriert (- 2,3 Prozent). Die Kriminalitätshäufigkeit war in den Stadtstaaten, wie auch im Vorjahr, am höchsten. Pro 100.000 Einwohner ist Berlin Spitzenreiter mit 13.739 Fällen. Bremen folgt mit 11.872 Fällen und Hamburg mit 11.018 Fällen. Bei den Flächenländern steht Sachsen-Anhalt mit 8.106 Fällen an erster Stelle. Die geringste Kriminalitätshäufigkeit wird in Bayern mit 4.528 Fällen verzeichnet. Im Städtevergleich steht Berlin mit 13.739 Fällen auf Platz eins, dicht gefolgt von Frankfurt am Main mit 13.479 Fällen. Die Gesamtaufklärungsquote ist mit 58,4 Prozent (3.100.401 Fälle) leicht gestiegen (2019: 57,5 Prozent).

• In der Straftatengruppe "Diebstähle von/aus Automaten" werden neben (1) gewerblichen Geldspielgeräten nach Spielverordnung, (2) Glücksspielautomaten der Spielbanken und (3) sämtlichen Waren- und Dienstleistungsautomaten (wie Zigaretten-, Getränke- und Snackautomaten) auch Diebstahlshandlungen von/aus (4) Geldausgabeautomaten erfasst. 2020 wurden insgesamt 12.398 Diebstähle von/aus Automaten an allen Tatörtlichkeiten erfasst, davon sind 1.223 Fälle "Einfacher Diebstahl" und 11.175 Fälle "Schwerer Diebstahl". Gegenüber 2019 ist damit ein Rückgang von 371 Fällen (- 2,9 Prozent) zu verzeichnen, der sich aus einer Abnahme von 284 Fällen "Einfacher Diebstahl" und von 87 Fällen "Schwerer Diebstahl" zusammensetzt.

Die Aufklärungsquote ist bei "Einfacher Diebstahl von/aus Automaten" auf 30,7 Prozent (2019: 42,1 Prozent) gesunken und bei "Schwerer Diebstahl von/aus Automaten" auf 24,9 Prozent (2019: 21 Prozent) gestiegen.

• Die Zahl der Raubüberfälle auf Spielhallen sank von 373 (2019) auf 263 (- 29,5 Prozent). Bereits 2019 war eine Abnahme gegenüber dem Vorjahr um - 27 Prozent zu verzeichnen.

• Beim unerlaubten Glücksspiel (§§ 284ff. StGB) sind die erfassten Fälle von 947 (2019) auf 762 (- 19,5 Prozent) gesunken.

"Nach Auskunft des Bundeskriminalamtes lassen sich aus der PKS selbst die Ursachen für die Entwicklung der Fallzahlen nicht entnehmen. Diese sind in den Bundesländern heterogen", schreibt der VDAI.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite des BKA.

Foto: © Karl-Heinz-H. – stock.adobe.com

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