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Online-Petition

"Wahnsinns-Gemeinschaftsarbeit" in MV

Die Online-Petition für ein modernes Glücksspielgesetz in Meck-Pomm erreicht das nötige Quorum von 6.700 Unterschriften. Das gibt der Automatenbranche neue Hoffnung, nachdem der Schweriner Landtag am 9. Juni ein Landesglücksspielgesetz verabschiedet hat, das ab dem 1. Juli das Aus für etwa zwei Drittel aller Spielhallen im Nordosten bedeutet.

"Wir kämpfen und hoffen weiter", sagt Anne Frederich, Aufstellunternehmerin aus Groß Laasch, die die Online-Petition für ein modernes, an Qualität ausgerichtetes Landesglücksspielgesetz ins Rollen gebracht hat. "Ich bin unheimlich froh und dankbar, dass wir das erreicht haben", sagt die Unternehmerin gegenüber games & business.

Jetzt, mit Erreichen der 6.700 Unterschriften, muss sich der Landtag erneut mit dem Thema Glücksspielregulierung befassen. "Das war eine Wahnsinns-Gemeinschaftsarbeit. Alle haben mitgemacht – Unternehmer, Mitarbeiter, Freunde und Familie. Manche haben ihr ganzes Dorf abgelaufen, um die Unterschriften zu bekommen", berichtet Frederich.

"Mir geht es um Sinnhaftigkeit und Argumente", betont die Unternehmerin. "Wenn mit dem 1. Juli Online-Glücksspiel legal wird und man dem via Smartphone an jedem Ort nachgehen kann, welchen Sinn haben dann Mindestabstände für Spielhallen?" Dadurch, dass die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern in dem am 9. Juni verabschiedeten Landesglücksspielgesetz auf Druck der SPD an dem 500-Meter-Mindestabständen zwischen Spielhallen sowie zwischen Spielhallen und Kinder- und Jugendeinrichtungen festgehalten hat, müssen rund zwei Drittel aller Spielhallen in Meck-Pomm zum 1. Juli schließen. Rund 600 Arbeitsplätze gehen verloren. "Es ist doch ein Wahnsinn, dass mehr als 600 Menschen in diesem Bundesland unverschuldet ihre Arbeit verlieren sollen", sagt Frederich.

Deshalb soll die Online-Petition weiterlaufen, obwohl das Quorum bereits erfüllt ist. "Je mehr Unterschriften desto besser", argumentiert Frederich. Sie hofft, dass die Landesregierung bei einer erneuten Befassung mit diesem Thema doch noch einlenkt und den Fokus bei der Glücksspielregulierung stärker auf Qualität legt. Gerade auch mit Blick auf die Landtagswahl, die in Mecklenburg-Vorpommern zeitgleich mit der Bundestagswahl am 26. September stattfindet.

Auch in Baden-Württemberg kämpft die Automatenbranche weiterhin mit einer Online-Petition gegen drohende massenhafte Schließungen von Spielhallen ab dem 1. Juli.

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