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Personalie

Vorstände für Glücksspielbehörde stehen

Am 30. September haben die Mitglieder des Verwaltungsrates den künftigen Vorstand der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder bestellt.

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder wird künftig durch Ronald Benter (l.) und Benjamin Schwanke geführt, heißt es in einer Pressemitteilung. Benter war zuletzt Leiter des Referates Glücksspielwesen und Gemeindewirtschaftsrecht im Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein. Schwanke war in Hamburg in der Behörde für Inneres und Sport als Leiter der Glücksspielaufsicht Hamburg tätig. Die Vorsitzende des Verwaltungsrates der Gemeinsamen Glücksspielbehörde, Sachsen-Anhalts Staatssekretärin für Inneres und Sport, Anne Poggemann: "Ich freue mich, dass wir mit Ronald Benter und Benjamin Schwanke zwei ausgewiesene Experten im Bereich des Glücksspielrechtes und der Glücksspielwirtschaft für die Aufgabe der Regulierung des länderübergreifenden Glücksspielmarktes gewonnen haben."

Den Großteil ihrer im Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) beschriebenen Aufgaben werde die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder wie geplant ab 1. Januar 2023 wahrnehmen. Bis dahin solle die Behörde nach derzeitigem Planungsstand auf 110 Mitarbeiter anwachsen.

Ronald Benter: "Unsere Aufgabe für die kommenden eineinhalb Jahre ist es zunächst, die Behörde so aufzustellen, dass sie handlungsfähig ist. Wir schaffen jetzt die Voraussetzungen dafür, um ab 2023 den Glücksspielmarkt wirksamer zu regulieren, in dem wir länderübergreifende Glücksspielangebote prüfen und genehmigen und dafür sorgen, dass die erlaubten Glücksspielanbieter die Regeln zum Schutz der Spieler vor Spielsucht und Manipulation einhalten und Angebote bekämpfen, die diese Regeln nicht umsetzen."

Bis durch die Behörde alle notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen sind, würden die Aufgaben planmäßig während der Übergangsphase bis 2023 von verschiedenen Ländern und durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt – der zuständigen Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes Sachsen-Anhalt – wahrgenommenen. Mitte 2022 würden erste Aufgaben an die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder übergehen.

"Ab 1. Juli 2022 beginnen wir mit der operativen Tätigkeit. Im Sinne des Spielerschutzes werden wir uns zunächst um die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels kümmern. Dazu gehören zum Beispiel Maßnahmen des IP-Blockings bei illegalem Spiel sowie die Untersagung bezüglich unerlaubten Glücksspiels im Internet und der Werbung dafür", sagte Benjamin Schwanke. Die Einleitung und Durchführung entsprechender Verfahren würden bis 30. Juni 2022 zentral durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt wahrenommen. Das Referat Glücksspielrechtliche Übergangsaufgaben nach §27p GlüStV 2021 sei bis 31. Dezember 2022 zudem die länderübergreifende Erlaubnisbehörde für virtuelle Automatenspiele und Online Poker.

Die Aufgabe der Zahlungsunterbindung, das so genannte Payment-Blocking, werde bis zum 30. Juni 2022 durch das Innenministerium in Niedersachsen zentral für alle Länder wahrgenommen. Das mit dem GlüStV 2021 neu eingeführte IP-Blocking obliege übergangsweise dem Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt.

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde wird auch die Limitdatei führen, um die Einzahlungs-Obergrenze von 1.000 Euro je Spieler und Monat zu überwachen, sowie die Aktivitätsdatei, um das parallele Spiel im Internet zu verhindern.

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