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Mecklenburg-Vorpommern

Unterschriften in Schwerin übergeben

Aufstellunternehmerin Anne Frederich (links) hat am 21. September die rund 11.000 Stimmen starke Online-Petition für eine an Qualität orientierte Glücksspielregulierung in Mecklenburg-Vorpommern an Landtagspräsidentin Birgit Hesse übergeben.

"Wir sind heilfroh, dass wir das 'Baby' übergeben konnten", sagt Frederich gegenüber games & business. Die Unternehmerin hatte im März dieses Jahres eine Online-Petition für eine an Qualität statt an Mindestabständen orientierte Glücksspielregulierung in ihrem Bundesland gestartet. Sie kämpft für den Erhalt der Spielhallen und damit von 600 Arbeitsplätzen in MV. Bis zum 4. September war die Petition geschaltet und 10.954 Menschen haben sie unterzeichnet, davon allein 9.138 aus Mecklenburg-Vorpommern. Damit war es eine der erfolgreichsten Petitionen der vergangenen Jahre in MV, wie Frederich betont.

"Zwei meiner Mitarbeiterinnen haben mich begleitet. Sie arbeiten 10 und 16 Jahre in unserem Unternehmen und sind von den Spielhallenschließungen direkt betroffen", berichtet Frederich. "Deshalb ist Aufgeben für uns keine Option – wer den Kopf in den Sand steckt, hat schon verloren." Ihr war es wichtig, der Landtagspräsidentin bei der Übergabe der zwei Aktenordner voller Unterschriften deutlich zu machen, "dass Spielhallen mehr sind als Automaten". "Unsere Hallen sind auch Orte, an denen Menschen sich sehen, miteinander reden und Entspannung suchen – soziale Treffpunkte eben."

Die SPD-geführte Landesregierung hatte trotz einer Demonstration von Automatenunternehmern und ihrer Mitarbeiter am 8. Juni bereits am 9. Juni entschieden, die Mindestabstände von 500 Metern zwischen Spielhallen untereinander sowie zu Schulen nach der Primarstufe beizubehalten. Das bedeutet das Aus für zwei Drittel aller Spielhallen im Nordosten und den Verlust von 600 Arbeitsplätzen.

Damit will Frederich die Landespolitik erneut konfrontieren. Das Quorum von 6.700 Unterzeichnern aus Mecklenburg-Vorpommern hat die Petition übererfüllt. Heißt, der Petitionsausschuss, in dem alle Fraktionen des Landtags vertreten sind, muss sich mit dem Thema beschäftigen. Er entscheidet darüber, ob es noch einmal eine Plenardebatte zur Glücksspielregulierung in MV gibt, erklärt Frederich. "Wir leben das, was wir hier machen und wir wollen es weitermachen!"

games & business begleitet die Online-Petition in Mecklenburg-Vorpommern und die enorme Resonanz in der Bevölkerung schon seit Monaten mit zahlreichen Artikeln. In unserer aktuellen September-Ausgabe erklärt Anne Frederich, welche Signale diese Petition bereits jetzt aussendet und worauf sie nun hofft.

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