Dachverband

Anzeige


Stefan Dreizehnter

Unschöne Bescherung

Einen Monat ist es nun her, dass der Markt auf Geldspieler nach neuer Spielverordnung umgestellt werden musste, und die Folgen zeigen sich schon deutlich. Unternehmer, Servicepersonal und vor allem auch die Spielgäste tun sich richtig schwer damit.

Durch die neue Verordnung ist das Geldspiel nicht mehr das, was es war. Die Neuerungen nerven und verunsichern viele Gäste. Sie bleiben einfach weg. Teilweise dramatische Umsatzeinbrüche sind die Folge. Das heißt aber nicht, dass die Menschen nicht weiter spielen. "Dann geh ich lieber in die Spielbank", heißt es dort, wo es räumlich geht. Oder es wird eben ins Internet abgewandert. Jedes Smartphone ist schließlich inzwischen ein Online-Casino, wenn man das nur will.

In der Spielbank geht es um unbegrenzte Summen. Und im Internet fehlt neben den Grenzen auch komplett der Spieler- und Jugendschutz. Alles geht ganz easy und smart. Mit drei Klicks zum Glück, so die Werbung.

Die neue Spielverordnung mit ihrem engen und vermurksten Korsett wird zum besten Förderungsprogramm für völlig ungeregeltes Spiel. Spielerschutz durch Automaten-Strangulierung ist ein Schuss, der gewaltig nach hinten los geht. Der Schutzzweck wird in sein Gegenteil verkehrt. Das ist fürwahr eine unschöne Bescherung.

Für Sie, liebe Leserinnen und Leser, bedeutet die geschilderte Entwicklung eine erhebliche wirtschaftliche Verunsicherung am Ende dieses aufregenden Jahres. Umso wichtiger ist es, zu Weihnachten und zum Jahreswechsel wenigstens etwas zur Ruhe zu kommen. Das nächste Jahr kommt auch, ohne dass Sie es gedanklich schon jetzt herbeizwingen. Schalten Sie ein bisschen ab.

Das Team von games & business wünscht Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Stefan Dreizehnter, Chefredakteur games & business

dreizehnter@gamesundbusiness.de

Zurück


Anzeige