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Transparenzregister

Umfangreichere Angaben notwendig

Durch eine Umstellung beim Transparenzregister müssen Unternehmen künftig umfangreichere Angaben machen.

Ab dem 1. August 2021 greift eine Reform des Geldwäschegesetzes (GwG), welche eine Umstellung des Transparenzregisters zum "Vollregister" zur Folge hat. Für Unternehmen geht diese Gesetzesänderung unter Umständen mit einer umfangreichen und aktiven Eintragungspflicht einher, wie das Forum der Automatenunternehmer berichtet.

Sei es bislang möglich gewesen, die in das Transparenzregister einzutragenden Angaben zum "wirtschaftlich Berechtigten" aus anderen öffentlichen Registern (zum Beispiel dem Handelsregister oder Vereinsregister) entnehmen zu lassen, so sei diese sogenannte Mitteilungsfiktion nun gestrichen worden. In der Folge seien ab dem 1. August alle juristischen Personen des Privatrechts und eingetragenen Personengesellschaften zur Mitteilung an das Transparenzregister verpflichtet. Dies gelte unabhängig davon, ob die erforderlichen Angaben bereits in anderen öffentlichen Registern bestehen. Alle Gesellschaften, die bisher von der Mitteilungsfiktion profitiert hätten, müssen dem Transparenzregister ihren wirtschaftlich Berechtigten mitteilen. Für Personen mit mehreren Staatsangehörigkeiten, die als wirtschaftlich Berechtigte eingetragen seien, müssten künftig zudem alle Staatsangehörigkeiten angegeben werden.

Ausnahmen von dieser erweiterten Eintragungspflicht bestehen laut Forum indirekt lediglich für Vereine. Aus dem Vereinsregister würden die Daten hier automatisch in das Transparenzregister übertragen. Für Unternehmen gelten hingegen dem Forum zufolge je nach Rechtsform spezifische Übergangsfristen:

- Aktiengesellschaften (deutsche und europäische), Kommanditgesellschaften auf Aktien: 31. März 2022

- Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH & UG), Genossenschaften, Partnerschaften: 30. Juni 2022

- Andere (zum Beispiel eingetragene Personengesellschaften): 31. Dezember 2022

An diese Übergangsfristen schließe sich zudem noch eine weitere, einjährige Übergangsfrist an, innerhalb derer Verstöße gegen die Meldepflicht nicht als Ordnungswidrigkeiten gelten. Trotz der gewährten Übergangsfristen rät das Forum dazu, die Eintragung in das Transparenzregister zügig vorzunehmen.

Foto: © chakisatelier – stock.adobe.com

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