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Familientreffen

Treffen der Nachkommen von Paul Ehrlich

Nach einer Sonderausstellung des Deutschen Automatenmuseums zu mechanischer Musik traf Unternehmergattin Karin Gauselmann auf neue Verwandte.

In der Sonderausstellung des Deutschen Automatenmuseums "Gut aufgelegt – Meisterwerke der Mechanischen Musik" war es insbesondere eine kleine mechanische Tischdrehorgel namens "Ariston", die für Aufsehen sorgte. Denn mit dieser handlichen Tischdrehorgel und ihrer Lochplatte aus Pappe kam im 19. Jahrhundert erstmals die Musik in die Wohnzimmer der Menschen, die diesen Luxus bisher nur aus Gaststätten oder Kirchen kannten.

Innerhalb der Unternehmerfamilie Gauselmann hat das Instrument "Ariston" aber noch einen weiteren besonderen Stellenwert: Der Erfinder dieser Tischorgel, Paul Ehrlich, ist der Urgroßvater der Unternehmergattin Karin Gauselmann. Sascha Wömpener, Leiter des Deutschen Automatenmuseums am Schloss Benkhausen, lernte über einen befreundeten Sammler in Leipzig Monika Hirsch kennen, die ihm berichtete, dass ihre Großmutter Hedwig eine Schwester von Paul Ehrlich, dem Gründer der Leipziger Musikwerkefabrik gewesen sei. Diese Informationen gab Sascha Wömpener an Karin Gauselmann weiter, die freudig überrascht über die neue Verwandte war. Bislang stand sie hauptsächlich mit ihrem Cousin Achim Quaas, der wie sie ein Urenkel des Erfinders und gelernten Klavierbauers Paul Ehrlich ist, in Kontakt.

Karin Gauselmann lud Monika Hirsch und deren Mann Karl Georg nach Espelkamp ein. Mit von der Partie waren auch Achim Quaas und seine Frau Nikola Bunke, die ebenso gespannt auf die neue Verwandtschaft waren. In gemütlicher Runde erzählten sich die Ehrlich-Nachfahren persönliche Erinnerungen und Erlebnisse, blättern in privaten Fotoalben und lauschten den Ausführungen von Achim Quaas, der mittels einer Präsentation die Wohnorte und Lebensumstände der Familie Ehrlich veranschaulichte. Nach einer Führung durch das Deutsche Automatenmuseum hielt Sascha Wömpener, der das Treffen auf Schloss Benkhausen organisiert hatte, noch ein besonderes Highlight für die Gäste aus Leipzig bereit: Er präsentierte umfassende Recherche-Ergebnisse hinsichtlich der Familie Ehrlich. Neben Kirchenarchiven in Leipzig, Döbeln und Rüsseina hatte er für die Erstellung einer Ahnentafel auch die digitalisierten Adressbücher von Leipzig und das Detmolder Archiv besucht.

Paul Ehrlich, der im März dieses Jahres seinen 170. Geburtstag gefeiert hätte, wäre über das gelungene Familientreffen mit Sicherheit entzückt gewesen, da waren sich die Urenkel Karin und Achim sowie die Großnichte Monika absolut einig.

Foto: Gastgeberin Karin Gauselmann (r.) mit Monika Hirsch (Verwandtschaft aus Leipzig) und Cousin Achim Quaas vor einer Plakatwand mit dem Foto des gemeinsamen Urgroßvaters Paul Ehrlich.

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