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Interview

Stecker fordert Spielhallen-Öffnungen

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur fordert Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW), eine rasche Wiedereröffnung der Spielhallen.

"Um den Schwarzmarkt zu bekämpfen, braucht es einen funktionierenden Vollzug und ein ausreichendes, attraktives legales Angebot – das zeigt der Lockdown einmal mehr", sagte Stecker der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere andere Medien, unter anderem das Magazin Focus, zitieren Steckers Stellungnahme.

Der Gesundheitsschutz stehe an oberster Stelle, betonte Stecker. "Wir halten Tests der Bevölkerung aber für eine gute Idee." Diese eröffneten die Option, Spielhallen wieder zu öffnen. Dort herrsche striktes Alkoholverbot, und es sei – parallel zu vorliegenden Hygienekonzepten – schon aufgrund der ohnehin geltenden gesetzlichen Bestimmungen ausreichend Platz für Besucher vorhanden.

Die Lage der Branche sei dramatisch, unterstrich Stecker. "Die Spielhallen sind seit Anfang November abermals geschlossen. Im Jahr 2020 hatte die Branche im Bereich der Automatenaufstellung einen Umsatzeinbruch von 50 Prozent." Das treffe auch die Industrie. Viele Unternehmen hätten ihre Reserven aufgebraucht, während Hilfen weiter nur schleppend flössen. "Wir erwarten Betriebsschließungen."

Stecker lobte, dass mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag, der am 1. Juli dieses Jahres in Kraft tritt, erstmals klare Qualitätsvorgaben gemacht würden. Mit Blick auf Ausführungsgesetze in den Ländern mahnte er aber: "Die Länder sind am Scheideweg. Sie müssen sich nun entscheiden, ob sie Spielhallen nach Qualitätskriterien regulieren und dadurch den Spieler- und Jugendschutz stärken oder ob sie das legale Angebot vernichten und so dem Schwarzmarkt den Weg ebnen. Im letzten Fall drohen irreparable Schäden."

Stecker warnte vor Betriebsschließungen und einem Stellenabbau, wenn Länder Spielhallen nach Mindestabständen regulierten. Außerdem ergäben Mindestabstände angesichts der künftig legalisierten, überall verfügbaren Online-Angebote keinen Sinn.

Foto: © DAW/Urban

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