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Vorstoß

Sportwetten: Bremen fordert Werbeverbot

Das Land Bremen hat eine Initiative für ein Werbeverbot von Sportwetten gestartet.

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (Foto) hat für die kommende Herbst-Konferenz der Innenminister (IMK), die vom 1. bis 3. Dezember in Stuttgart stattfindet, das Thema Sportwett-Werbeverbot auf die Tagesordnung setzen lassen. Darüber berichtet sportschau.de. Wörtlich laute der Bremer Antrag: "Die IMK stellt fest, dass Werbung für Glücksspiele mit hohem Suchtrisiko (Sportwetten, virtuelle Automatenspiele, Online-Poker, Online-Casino) insbesondere den Zielen der Suchtbekämpfung und Suchtprävention sowie des Jugendschutzes gemäß § 1 Satz 1 Nr. 1 und 3 Glücksspielstaatsvertrag 2021 zuwiderläuft."

Mäurer kritisiert vor allem die aus seiner Sicht enge Verflechtung von Sport und Sportwetten, die gemeinsam mit der Werbung einen Gewöhnungseffekt ergebe. "Werbung sorgt für eine Gewöhnung und somit Normalisierung von Glücksspiel. Es wird nicht als sozial unerwünscht, sondern als akzeptiert dargestellt", heißt es laut sportschau.de in der Vorlage für die Innenminister-Konferenz. Durch die Verflechtung mit dem Profisport würde suggeriert, Sport und Sportwetten gehörten zusammen. Die Botschaft, die dadurch verbreitet werde, sei: Wer sich für Sport interessiere, wette auch. Kinder und Jugendliche, die sich Sportveranstaltungen im Stadion oder im TV ansehen, nähmen die Namen der Sportwettanbieter auf den Banden und Trikots wahr. Sie assoziierten Glücksspielanbieter mit "ihrem" Verein.

Der Senator für Inneres ist die oberste Glücksspielaufsichtsbehörde der Freien Hansestadt Bremen. Mäurer sieht laut sportschau.de gute Chancen für seinen Antrag. Laut seiner Einschätzung würden alle sozialdemokratischen Innenminister seine Sorge teilen, dass Werbung für Sportwetten "neue Spielerinnen und Spieler und damit auch neue Spielsüchtige" generiert.

Foto: © Der Senator für Inneres/Bremen 

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