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Sportbusiness-Kongress

Spobis stellt eSport in den Fokus

Am 30. und 31. Januar fand in Düsseldorf der Spobis-Kongress statt. Ein Schwerpunkt der Sportbusiness-Veranstaltung war der eSport.

Über 3.500 Teilnehmer, 150 Referenten: Der Spobis-Kongress in Düsseldorf gehört zu den bedeutendsten Sportbusiness-Events in Europa. Hier versammelt sich alles, was in diesem Geschäft Rang und Namen hat: Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, BVB-Chef Hans-Joachim Watzke und Fußballexperte Matthias Sammer sind nur einige der prominenten Schwergewichte, die an der diesjährigen Auflage des Kongresses vom 30. bis 31. Januar teilgenommen haben.

Eine Erkenntnis der Veranstaltung: Die Digitalisierung führt auch in der Welt des Sports zu signifikanten Umbrüchen. Elektronischer Sport, eSport, begeistert immer mehr junge Menschen und lässt sich daher nicht mehr als Randerscheinung abtun. Der Spobis trug dieser Entwicklung Rechnung: Das Phänomen eSport wurde aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, wobei ein besonderes Augenmerk auf den attraktiven Marketing-Potenzialen dieses Wachstumsmarkts lag.

Ist eSport Sport? Für Alban Dechelotte, Europaverantwortlicher des Computerspiel-Unternehmens Riot Games, spielt diese Frage längst keine Rolle mehr. "Wir haben als Außenstehende nicht darüber zu entscheiden, ob es sich bei eSport um Sport handelt", machte Dechelotte aufmerksam. "Übrigens", fügte Dechelotte hinzu, "die eSport-Community hat ihre Entscheidung bereits getroffen. Es ist Sport, es ist ihr Sport." Rückendeckung erhält die eSport-Szene bei ihrem Ringen um Anerkennung ausgerechnet aus der Politik: Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass sie für den eSport eine olympische Perspektive schaffen möchte.

Im eSport schlummert viel Potenzial – analog zur Politik ist diese Botschaft auch in der Wirtschaft angekommen. Hier wie dort geht es um den Zugang zu neuen, jungen Zielgruppen. "Klassische Marketingansätze funktionieren in der neuen Jugendkultur nicht mehr", stellte die Sponsoring-Verantwortliche des Logistik-Riesen DHL, Christine Schröder-Schönberg, im Rahmen ihres Vortrags fest. Aus diesem Grund würden Sponsoring-Engagements im eSport für Unternehmen zunehmend interessanter, auch vor dem Hintergrund der Personalgewinnung. "Mit einem Engagement im eSport wollen wir unser Unternehmen für junge Leute attraktiv machen", sagte der Sponsoring-Verantwortliche des Software-Konzerns SAP, Lars Lamadé. 

Mehr zum Spobis lesen die in der Februar-Ausgabe von games&business.

Bild: Der Spobis-Kongress in Düsseldorf lockte auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher.

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