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Parlamentarischer Abend

"Spielerschutz ist keine Schikane"

Mit Prominenz aus Landespolitik und Lottoblock gelang in Mainz ein parlamentarischer Abend mit viel Information und intensiven Gesprächen.

"Spielerschutz ist keine Schikane." Mit dieser klaren Ansage zum Auftakt des parlamentarischen Abends in Mainz machte Astrid Schmitt (SPD), die Vizepräsidentin des Landtags Rheinland-Pfalz, nicht nur deutlich, wo die politischen Prioritäten liegen. Sie wusste sich damit auch gleichzeitig einig mit der Deutschen Automatenwirtschaft, deren Sprecher Georg Stecker die Bedeutung qualitativen Spieler- und Jugendschutzes betonte. Und auch mit Jürgen Häfner, Lotto-Chef von Rheinland-Pfalz. Der betonte den Spielerschutz als wichtiges Motiv legaler Spielanbieter mit dem Lotto-Motto: "Glück für viele – Verantwortung für alle."

Der Einladung zum parlamentarischen Abend von Deutscher Automatenwirtschaft und Automaten-Verband Rheinland-Pfalz am 22. Oktober waren unter anderem zahlreiche Vertreter der Landespolitik gefolgt. Thema waren natürlich die aktuellen Positionen in der Glücksspielregulierung. SPD-Politikerin Schmitt gab zu erkennen, dass der Landtag sehr wohl alle Positionen in dieser Diskussion sieht – von der Freiheit in der Freizeit über die Interessen von Wirtschaft und Kommunen bis hin zum Schutzauftrag des Staates. "Politik und Branche sollten hier gemeinsam an Lösungen arbeiten", so die Politikerin. Lotto-Chef Häfner betonte, wie wichtig es sei, "dass die legalen Player auf dem Markt miteinander reden". Das sei nicht immer selbstverständlich gewesen. Georg Stecker plädierte für ein Umdenken bei der Regulierung "weg vom Zollstock, hin zur Qualität". Die Branche gehe mit ihren qualitativen Forderungen über die gesetzlichen Vorgaben sogar hinaus. Sie fordere aber auch gleichzeitig eine Stärkung des legalen Spiels: "Der jetzt gesetzlich nötige Abbau des dritten Spielgerätes in der Gastronomie ist diesbezüglich das völlig falsche Signal."

Die dramatischen Folgen der vom Landespielhallengesetz geforderten Spielhallenschließungen schilderte Wolfgang Götz. Der Vorsitzende des Automatenverbandes Rheinland-Pfalz rechnete unter anderem den "kompletten Wegfall von über 2.000 Arbeitsplätzen durch die Zerstörung von unternehmerischen Existenzen" vor. Vor dem Hintergrund der Diskussion einer Legalisierung des Online-Glücksspiels meinte Götz: "Es kann nicht sein, dass andere sich ausbreiten und wir einpacken." Götz betonte die hohen Qualitätsstandards, die in rheinland-pfälzischen Spielhallen gefahren werden und lud die Politik ein, sich vor Ort persönlich ein Bild zu machen.

Foto: Beim parlamentarischen Abend in Rheinland-Pfalz sprachen in der Mainzer Kult-Location "Brückenturm" (v.l.n.r.) Wolfgang Götz (Vorsitzender Automaten-Verband Rheinland-Pfalz), Astrid Schmitt MdL (Vizepräsidentin Landtag RLP), Jürgen Häfner (Geschäftsführer Lotto Rheinland-Pfalz) und Georg Stecker (Sprecher des Vorstandes Die Deutsche Automatenwirtschaft). 

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