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Warnung

Spielbankenverband warnt vor Videospiel

Der Deutsche Spielbankenverband (DSbV) warnt vor dem Videospiel GTA 5, weil es Nutzer an das verbotene Online-Glücksspiel heranführe.

Nachdem die neue Version von Grand Theft Auto (GTA 5) gestartet wurde, haben bereits über 50 Länder das Update des Videospiels gesperrt, berichtet der DSbV in einer Pressemitteilung. Der Grund für die Intervention sei, dass die neue Ausgabe GTA 5 ein online angebundenes Casino integriere.

In Ländern, die GTA 5 gesperrt haben, ist Online-Glücksspiel reglementiert oder verboten. In Europa sind das unter anderem Frankreich, Italien, Griechenland und Norwegen. GTA Online ist ab 18 Jahren für PC, Playstation 4 und XBox One verfügbar. Im Diamond Casino & Resort, dem neuen Downloadable Content, kann in einem virtuellen Casino mit realistischem Ambiente das Glücksrad gedreht, auf Pferde gesetzt sowie Poker, Roulette und Black Jack gespielt werden. Zwar dürfe nicht jeder am Spiel teilnehmen, doch in Deutschland fänden sich in sozialen Medien bereits kurz nach dem GTA 5-Start Tipps, die Begrenzung durch eine Anmeldung in einem GTA 5-freien Drittland zu umgehen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

"Ein Videospiel wie GTA 5 macht Zielgruppen mit Online-Casinos bekannt. Dabei ist Online-Glücksspiel in Deutschland verboten, auch wenn TV-Werbung zuweilen anderes suggeriert", sagt Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender des DSbV. Gemäß Jahresreport der deutschen Games-Branche liegt GTA 5 auf Platz 3 der meistverkauften Spiele.

Neben dem klassischen Kauf von Computer- und Videospielen werden immer mehr virtuelle Güter, Zusatzinhalte sowie Abonnements gekauft. Laut Analyse erwirtschaftet die globale Videospiele-Industrie in einer einzigen Sekunde 36.700 Euro. Pro Sekunde gibt es sechs neue Gamer weltweit.

Wulferding warnt: "Der Umgang mit GTA 5 mit seinem Portfolio aus klassischen Spielformaten ist ein Signal dafür, wie Online-Casinos en passant in die Spielewelt eindringen und als Normalität empfunden werden. Dazu kommt der Bereich der Transaktionen, in dem die Spieler einkaufen und spielen können. Spieler, die in Videospielen mit Online-Casinos konfrontiert werden, können an Rechtsbewusstsein verlieren. Der Schritt zum gesetzlich untersagten Online-Glücksspiel mit realen Einsätzen ist nicht weit."

Foto: Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender des DSbV

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