Dachverband

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Vorstoß

Spielbanken wollen Online-Casino-Lizenzen

Die Spielbanken plädieren dafür, dass künftig Online-Glücksspiele unter ihrem Dach stattfinden.

Im Gezerre um einen neuen Glücksspielstaatsvertrag werben die Spielbanken dafür, dass künftig Online-Glücksspiele unter ihrem Dach stattfinden. "Ich schlage vor, die Konzessionen für das Online-Glücksspiel an stationäre Spielbanken zu vergeben. Unabhängig davon, ob sie in privater oder öffentlich-rechtlicher Trägerschaft betrieben werden", sagte Otto Wulferding (Bild), Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbankenverbandes (DSbV) gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Die Spielbanken seien seit Jahren verlässliche Partner der Länder, um den staatlichen Auftrag zur Kanalisierung des Glücksspiels zu erfüllen. "Es geht um die Erweiterung einer bestehenden Konzession." Und um Rechtssicherheit beim Spiel: "Denn viele wissen gar nicht, dass nicht nur das Angebot von Online-Spielen in der Regel nicht legal ist, sondern auch deren Nutzung", so Wulferding.

Wulferding spricht sich für liberale Regelungen aus. So sei er gegen Einsatzlimits, sonst werde das legale Angebot nicht angenommen. "Der Staat soll auch nicht festlegen, wie viel Geld der Bürger für Online-Glücksspielangebote im Monat ausgeben darf. Das geht nur mit Hilfe der Überwachung aller Glücksspielaktivitäten, und das ist schwer zu kontrollieren." Das legale Online-Spiel der Spielbanken müsse so attraktiv und konkurrenzfähig sein, dass Spieler nicht in Online-Casinos abwanderten, die keine Lizenz haben und damit weiterhin Auflagen zum Spieler-, Jugend- und Verbraucherschutz oder gegen Geldwäsche ignorieren könnten. "Der gläserne Spieler darf nicht das Ziel sein."

Was den Zeitplan für den neuen Glücksspielstaatsvertrag betrifft, mahnt Wulferding Tempo an. "Die Grundzüge eines neuen Staatsvertrags müssen nun endlich schnell auf den Tisch." Eine neue Gesetzesvorlage sei gefragt. "Da ist lange Zeit nichts passiert. Das grenzt schon an Staatsversagen. Ein Totalverbot bringt nichts, weil Spieler ausweichen. Wir aber wollen die Online-Migration in illegale Spielwelten verhindern."

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