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Zahlen für 2017

Spielbanken vermelden Wachstum

Die staatlich-konzessionierten Spielbanken haben ihre Zahlen für das Jahr 2017 präsentiert. Der Bruttospielertrag überstieg die 600 Millionen Euro-Grenze.

Die staatlich-konzessionierten Spielbanken Deutschlands konnten im Geschäftsjahr 2017 ihren Bruttospielertrag (BSE) gegenüber dem Vorjahr um 5,19 Prozent steigern. Er stieg auf 606.978 Millionen Euro und übersprang damit erstmal wieder die 600 Millionen Euro-Linie. Der BSE bezeichnet einen Marktwert, der dem Umsatz vergleichbar ist: Einnahmen minus Gewinne, die regelmäßige Differenz zwischen Spieleinsätzen und Gewinnen der Spieler. Auch die Zahl der Besucher stieg leicht um 0,18 Prozent auf nunmehr 5.538 Millionen. Größten Anteil am Wachstum hat das Automatenspiel: + 8,66 Prozent, 461.546 Millionen Euro.

"Sowohl die Umsatz- als auch die Besucherzahlen zeigen, dass die deutschen Spielbanken souverän im Markt liegen und als Teil der Spielkultur gesellschaftlich angenommen werden. Dennoch stehen die deutschen Casinos vor den Herausforderungen der Digitalisierung. Ein Zahlenvergleich zeigt die Folgen der digitalen Transformation. 2017 erreichen deutsche Spielbanken etwa 600 Millionen Euro; 2016 wurden auf dem deutschen Sportwettenmarkt rund sechs Milliarden Euro umgesetzt", sagt Otto Wulferding, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spielbankenverbandes (DSbV).

Wulferding beklagt, dass den Behörden die geeigneten Instrumente fehlen würden, um gegen Online-Casinos vorzugehen. Im "Global Gambling Village", wie er es nennt, würden Glücksspielkonzerne zwar auf deutschsprachigen Websites operieren. Sie hätten ihren Sitz aber außerhalb des Zugriffs durch den deutschen Staat.

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