Dachverband

Anzeige


Manfred Schlösser

Schweini & Co.

Eine DAW-Aufklärungskampagne für sauberes Spiel mit Bastian Schweinsteiger. Lukas Podolksi streckt für XTiP den Daumen in die Höhe. Niki Lauda trägt das Novomatic-Logo auf dem roten Kapperl. Das Düsseldorfer Bundesligastadion heißt jetzt „Merkur Spiel-Arena“. Die Binger Löwen sind seit Jahren Trikot-Sponsor bei den Rhein-Neckar Löwen, den Handballern, die erfolgreich in der SAP-Arena werfen. Oli Kahn steht seit Jahren mit seinem guten Namen für Tipico-Sportwetten. Die Handballer des TUS N-Lübbecke laufen gefühlt schon immer mit dem Stern aus Espelkamp auf. Gauselmann ist auch seit 2013 Exklusivpartner von Arminia Bielefeld. Alles Meldungen und Berichte, die man bei games & business online und auf Papier lesen konnte. Da hat sich mächtig was getan – mit guten Namen. 

Das Sponsoring der Branche und der Großen in der Branche hat sich massiv geändert und professionalisiert. Früher hatte es hier und da eher den Charakter eines Mäzenatentums, was auch nicht schädlich und für den Sport immer förderlich war. Aber für die Unternehmen und ihre Kommunikationsziele hatte es allenfalls mal gepasst, war aber selten strategisch geplant und vom Erfolg her kontrolliert. Eben das hat sich geändert. Heute bestimmen Ziele das Engagement. 

Sicher hat die Branche für den mutigen Schritt in diese Richtung auch Kritik einstecken müssen. Wer seine Kommunikation mit Personen aus dem Sport auflädt, die national und sogar international bekannt sind, der riskiert auch, in die Schlagzeilen der Medien zu geraten. Genau das will man ja eigentlich. Die Gelder für ein Sponsoring, das nicht wahrgenommen wird, hätte man sonst besser in den Gully geschüttet. Wo Schlagzeilen sind, da sind natürlich auch kritische Schlagzeilen. Wen wundert es, dass es gegenüber der Branche mehr davon hagelt – auch jede Menge unfaire. Man kann sich halt einfach an uns reiben und muss sich nur selten dafür ver­teidigen. 

So ist es, so soll es aber nicht bleiben. Und genau dafür haben sich die DAW und die Unternehmen der Branche auf den kostspieligen Weg zum Sport gemacht: 87 Prozent der Bevölkerung stehen nämlich dem Sport-Sponsoring positiv gegenüber, das weiß man schon aus frühen Studien von „Sport + Markt“. Diese Akzeptanz geht quer durch alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten. Selbst 70 Prozent der Werberesistenten stehen dem Sponsoring positiv gegenüber. Ich weiß die Quelle nicht mehr genau, aber da wir über die Zeitschrift Sponsors eng mit der Szene vernetzt sind, ist mir noch im Kopf, dass die über 25 Millionen Fußballbegeisterte genau diejenigen Marken gut finden, die im Sport aktiv sind und sich zeigen. Das ist doch ein Pfund. 

Aber wer A sagt, der muss auch B sagen und sich der öffentlichen Diskussion stellen. Dass diese bei der Automatenwirtschaft, die dazu auf diesem Spielfeld ein Neuling ist, von manchen journalistischen „Kollegen“ unfair geführt wird, man wird es vergessen. Dass die Branche gar als Watschenaugust missbraucht wird, auch das wird man vergessen – besonders die Sportfans werden es vergessen. 

Gut, wenn man wie die DAW sensibel reagiert und sich für die Diskussion öffnet. Schließlich geht es bei der Kampagne mit Bastian Schweinsteiger darum, das saubere Spiel, nach klaren Regeln, in legalen Spielhallen zu kommunizieren. Bleibt nur noch hin zu kriegen, dass die legalen Spielhallen besser erkannt werden, auch auf 20 Meter Distanz. Aber auch daran wird, so hört man, beim DAW gearbeitet. 

Ich kann nur sagen gut so, weiter so – nicht beirren lassen. 

Zurück


Anzeige