Dachverband

Anzeige


Verbot

Saar-Medienanstalt untersagt Online-Casino-Werbung

Die Landesmedienanstalt Saar hat zwei in Schleswig-Holstein lizenzierten Anbie­tern von Online-Casino-Spielen Werbung für Online-Glücksspiel verboten.

Die Landesmedienanstalt Saar (LMS) erließ als nach eigenen Angaben ers­te Glücks­spiel­auf­sichts­be­hör­de Untersagungsverfügungen gegen zwei "marktstarke Anbieter", die über eine Lizenz des Landes Schleswig-Holstein verfügen. Das gab die Behörde per Pressemitteilung bekannt. Den beiden Anbietern ist es damit verboten, im Saar­land für im Inter­net im Saar­land nicht erlaub­nis­fä­hi­ges öffent­li­ches Glücks­spiel zu wer­ben. "Die massive Glücksspielwerbung aus Schleswig-Holstein gefährdet eine wirksame Bekämpfung von Glücksspielsucht", so die LMS.

Die LMS erklärt, dass Schleswig-Holstein beim Wie­der­auf­le­ben sei­ner Online-Casino-Lizenzen eine Begren­zung der Wer­bung für die­se Ange­bo­te zugesichert habe und von die­ser Begren­zung in der Pra­xis nun nichts mehr zu spü­ren sei: TV-Werbung für Spiel­mög­lich­kei­ten bei die­sen Online-Casinos fin­de in einer viel zu gro­ßen Anzahl pri­va­ter TV-Programme statt – und dies auch zu Tages­zei­ten, in denen Kin­der und Jugend­li­che beson­ders schutz­be­dürf­tig seien, so die Glücksspielaufsichtsbehörde. Man wolle mit diesem Schritt verhindern, dass "über schleswig-holsteinische Allein­gän­ge unter der Gel­tung des aktu­el­len Glücks­spiel­staats­ver­tra­ges nicht das Ziel der Glücks­spiel­sucht­be­kämp­fung gera­de auch in Corona-Zeiten mas­siv gefähr­det wird".

Schleswig-Holstein hat als einziges Bundesland Lizenzen für Online-Glücksspiele vergeben. Der neue Glücksspielstaatsvertrag, auf den sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer im März grundsätzlich geeinigt hatten, sieht vor, dass die bislang noch als illegal geltenden Online-Glücksspiele unter Auflagen erlaubt werden sollen. Der bestehende Glücksspielstaatsvertrag läuft zum 30. Juni 2021 aus.

Foto © RedlineVector – stock.adobe.com

Zurück


Anzeige