Dachverband

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Stellungnahme

Rasenmäherprinzip in BaWü

Die Landesregierung Baden-Württembergs plant ab 1. Juli 2021 die Schließung von 80 Prozent der Spielhallenbetriebe. Der Bundesverband Automatenunternehmer (BA) kritisiert das scharf.

Anstelle einer modernen und qualitätsorientierten Regulierung habe man sich in Baden-Württemberg für das Rasenmäherprinzip entschieden. "Dies ist eine Katastrophe für den Spielerschutz. Sowohl terrestrisch als auch im Internet existiert eine Vielzahl von illegalen Angeboten, die sich weder um den Spielerschutz scheren noch Steuern zahlen. Ein legales Gewerbe wird zerstört, während illegale Anbieter, die sich nicht an Recht und Ordnung halten, davon profitieren. Dass dies auch anders geht, zeigen eine Reihe von Bundesländern, die mit Augenmaß und Sachverstand regulieren", heißt es vom BA.

"Was sich die Regierung in Baden-Württemberg erlaubt ist verantwortungslos", so BA-Präsident und Automatenkaufmann Thomas Breitkopf (Foto). "Die Spielgäste werden dadurch regelrecht in die Illegalität gedrängt. Sollen unzählige Razzien gegen illegales Glücksspiel und organisierte Kriminalität, wie in Berlin, auch in Baden-Württemberg bald zur Normalität gehören? Parallel dazu verlieren 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz und können demnächst stempeln gehen? Das widerspricht doch jeglicher Vernunft!", so Breitkopf.

Der BA sieht nur einen Weg, um aus dieser Fehlentwicklung heraus zu finden: Die getroffenen Entscheidungen müssen auf den Prüfstand gestellt werden. "Aus diesem Grund fordern wir die Verantwortlichen in der Politik auf, ihre Entscheidungen zugunsten des Spielerschutzes zu überprüfen und umgehend zu handeln", so Breitkopf weiter.

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