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Online-Casinos: Visa zieht sich zurück

Der Kreditkartenanbieter Visa zieht sich laut einem Bericht des NDR aus dem Online-Casino-Geschäft zurück.

Der Kreditkartenanbieter Visa hat seine Partnerbanken darauf hingewiesen, dass sie keine Zahlungen für illegale Online-Casinos abwickeln dürfen. Das berichtet der NDR und zitiert eine Sprecherin von Visa: Der Kreditkartenanbieter habe "die Händlerbanken vor Kurzem daran erinnert, sicherzustellen, dass nur legale, ordnungsgemäß lizenzierte Transaktionen abgewickelt werden." Faktisch dürfte das dazu führen, dass Ein- und Auszahlungen für Online-Casinos in Deutschland nicht länger mit einer Visa-Karte abgewickelt werden können, so der NDR.

In Deutschland sind Online-Casinos verboten, Ausnahmen gibt es für einige Anbieter mit Lizenz in Schleswig-Holstein. Diese Anbieter dürfen allerdings nur Kunden aus Schleswig-Holstein bedienen. Trotzdem sei eine Teilnahme aus ganz Deutschland "problemlos möglich", wie der NDR schreibt. Das liege auch daran, dass zahlreiche Banken und Zahlungsdienstleister trotz des Verbots Zahlungen für die Online-Casinos abwickeln.

Gegen solche Zahlungen war zuletzt das niedersächsische Innenministerium mit seiner Glücksspielaufsicht, stellvertretend für die anderen Bundesländer, verstärkt vorgegangen. Im vergangenen Jahr hat die Behörde dem Anbieter PayPal eine Untersagung erteilt, woraufhin das Unternehmen sich in Deutschland aus dem Online-Casino-Markt verabschiedete.

Ab 1. Juli 2021 soll ein neuer Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten, der ein Erlaubnismodell für Online-Casinos vorsieht.

Foto: © Rawpixel.com – stock.adobe.com

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