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Schleswig-Holstein

Online-Casinos: Lizenzen laufen aus

Der legale Rahmen für Online-Casinos in Deutschland wird nach dem Auslaufen zahlreicher Lizenzen immer enger. Erlaubt waren diese nur in Schleswig-Holstein. 

Der legale Rahmen für Online-Casinos wird in Deutschland immer enger. Am 18. Dezember sind zwölf Genehmigungen für Online-Casino-Anbieter ausgelaufen, die auf der Basis des schleswig-holsteinischen Gesetzes zur Neuordnung des Glücksspiels von 2012 vergeben wurden. Das bestätigte das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein auf Anfrage von games & business. Die Genehmigungen waren auf sechs Jahre befristet. Übergangsfristen seien, so das Ministerium, nicht vorgesehen. Die letzte Genehmigung für Online-Casino-Spiele laufe am 6. Februar 2019 aus.

"Schleswig-Holstein verfolgt das Ziel, gemeinsam mit anderen Ländern eine tragfähige, transparente und diskriminierungsfreie Glücksspielregulierung zu schaffen und das Verbot von Online-Casino- und Online-Pokerspielen aus dem Glücksspielstaatsvertrag aufzuheben", heißt es weiter aus dem Ministerium.

Das Gesetz zur Neuordnung des Glücksspiels trat am 1. Januar 2012 in Schleswig-Holstein in Kraft. Das damals schwarz-gelb regierte Land besiegelte dadurch seinen (vorzeitigen) Alleingang bei der Regulierung von Sportwetten und Online-Casinos. Die anderen 15 Bundesländer stimmten dem Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag (Erster GlüÄndStV) zu, der seit dem 1. Juli 2012 gilt – und das bis zum heutigen Tag. Während der Erste GlüÄndStV am Verbot von Online-Casinospielen festhält und für Sportwetten lediglich eine Teilliberalisierung vorsieht, sah das Gesetz zur Neuordnung des Glücksspiels aus Schleswig-Holstein für beide Bereiche eine vollständige Marktöffnung für private Anbieter vor.

Bild: © Tomasz Zajda – stock.adobe.com

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