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Selbstregulierungsmodell

Online-Casinos: Einigung bei TV-Werbung

Der Deutsche Verband für Telekommunikation und Medien hat sich mit dem Innenministerium von Schleswig-Holstein auf ein Selbstregulierungsmodell für Online-Casino-Werbung geeinigt.

Das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein hat sich mit dem Deutschen Verband für Telekommunikation und Medien (DVTM) sowie dem Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) auf ein Selbstregulierungsmodell für die Sicherstellung einer verhältnismäßigen bundesweiten TV-Werbung der in Schleswig-Holstein lizenzierten Online-Casino-Anbieter verständigt. Das berichtet der DVTM in einer Pressemitteilung.

Das vom DVTM, der nach eigenen Angaben 8 der insgesamt 11 in Schleswig-Holstein lizenzierten Online-Casinos vertritt, und dem Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein entwickelte Modell begrenzt laut DVTM die in Deutschland verfügbaren TV-Werbeminuten auf maximal 17.000 Minuten pro Monat für die Lizenzinhaber. Damit werde die Gesamtzahl der TV-Werbeminuten nicht nur ins Verhältnis zu einer einzelnen Branche gesetzt, sondern darüber hinaus – nach dem Königsteiner Schlüssel – auf den Länderanteil Schleswig-Holsteins reduziert. Der monatliche Anteil von 17.000 Minuten stelle das absolute Maximum dar, das alle in Schleswig-Holstein lizenzierten Anbieter zusammengenommen im bundesweit frei empfangbaren TV mit ihrer Werbung belegen dürfen. Gleichzeitig stelle das Modell sicher, dass das Volumen der landesweiten Werbung in Schleswig-Holstein dem der bundesweiten TV-Werbung mindestens entspricht oder dieses übertrifft. Der DVTM überwache die Werbetätigkeit seiner Mitgliedsunternehmen durch die Nutzung neutraler Mediabeobachtungsdaten und erstatte regelmäßig Bericht an die Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes Schleswig-Holstein. Die Behörde überprüfe diese Berichte und werde bei Verstößen von Lizenzinhabern Sanktionen ergreifen. Auch Kritiker, die – "entgegen den Zahlen und Fakten" – in den letzten Wochen einen angeblichen "massiven Anstieg der Glücksspielwerbung" behauptet hätten, seien eingeladen, diese Daten jederzeit zu überprüfen.

Dr. Andreas Blaue, der als federführender Vorstand des DVTM gemeinsam mit Dr. Wulf Hambach und dem Vorstandsvorsitzenden Renatus Zilles dieses Modell verhandelt hat, sagt: "Das vorliegende Modell einer Selbstregulierung für die bundesweite TV-Werbung von Online-Casinos ist stringent logisch und lässt sich auf Basis neutral erhobener Mediadaten von Nielsen Media Research einfach überprüfen. Absolute Transparenz und Fairness bleiben somit für alle Seiten gewahrt. Es hat bereits jetzt dazu geführt, dass die Werbezeit der lizenzierten Online-Casinos aus Schleswig-Holstein im bundesweiten Fernsehen seit 2019 deutlich reduziert wurde und sich im Übrigen auch in der Corona-Zeit nicht erhöht hat."

Leider würden "Fake-News" über den angeblichen Anstieg der Glücksspielwerbung von Interessenverbänden wie der Automatenwirtschaft, aber auch von politischer Seite immer wieder in Umlauf gebracht und hätten sich in einigen Köpfen, insbesondere von Politikern, "bedauerlicherweise" festgesetzt. Mit solch "manipulativen Parolen" werde Politik gemacht – zum Schaden einer Branche, aber auch zum Schaden der Bürger, so Renatus Zilles, Vorstandsvorsitzender des DVTM.

Zilles sieht in der erzielten Lösung einen Beweis für die "Leistungsfähigkeit eines konvergent aufgestellten Verbandes". "Pragmatische, verantwortungsvolle Lösungen miteinander finden, anstatt gegeneinander auszufechten, ist das Leitbild unseres Verbandes. Die hier nun vorliegende könnte Modellcharakter für die Regulierung der Werbung nach dem künftigen Glücksspielstaatsvertrag haben."

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