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Sportwetten

Noch immer keine Erlaubnisse

Die Vergabe von Sportwetten-Lizenzen wurde gerichtlich gestoppt. Welche Hintergründe und Folgen diese Entscheidung hat, bespricht games & business mit dem Sportwetten-Experten RA Guido Bongers und dem Präsidenten des Deutschen Sportwettenverbandes, Mathias Dahms.

"Wirklich überrascht hat mich die Entscheidung nicht, auch wenn ich es schade finde, dass sich die Vergabe von Konzessionen für Wettanbieter erneut verzögert. Der Gesetzgeber hat – wieder einmal schlecht beraten – die Mängel des schon 2013/2014 gescheiterten Konzessionsverfahrens nicht behoben", sagt Bongers (Foto, l.). Zwar rechne er nicht mit einer jahrelangen Blockade, klar sei aber auch, dass eine einfache Neudurchführung des Verfahrens die vom Verwaltungsgericht Darmstadt aufgezeigten Mängel nicht beheben werde. "Es müssten vielmehr gesetzliche Regelungen (Glücksspielkollegium, Sicherheitsleistung, Befristung) geändert werden. Das ist in ein paar Wochen nicht zu machen."

Der Präsident des Deutschen Sportwettenverbands, Mathias Dahms, berichtet, dass die Mitglieder seines Verbandes es "sehr bedauern würden, dass sich das Verfahren verzögert, da sie ja Zeit und Ressourcen in den Prozess gesteckt haben und sich seit Jahren um eine deutsche Erlaubnis bemühen." Nach dem gescheiterten Verfahren von 2012 hätten die Mitglieder erneut hohe Summen und viel Zeit in die Erlaubnisanträge gesteckt. Deutliche Worte findet Dahms bezüglich des Glücksspielkollegiums, das an der Lizenzvergabe beteiligt ist und von den Darmstädter Richtern als intransparent und verfassungswidrig gerügt wurde: "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Beamten in diesem Gremium, die so die Erlaubniserteilung torpedieren, damit dem Willen ihrer obersten Dienstherren entsprechen. Schließlich haben die Ministerpräsidenten den Staatsvertrag ja beschlossen."

Die beiden kompletten Interviews mit Guido Bongers und Mathias Dahms lesen Sie in der Mai-Ausgabe von games & business. Zu unserem gratis Probe-Abo geht es hier.

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